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Göttingen Neues Hotel wird am Stumpfebiel gebaut
Die Region Göttingen Neues Hotel wird am Stumpfebiel gebaut
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20:16 21.02.2019
Hier soll ein neues Hotel gebaut werden: Parkplatz am Stumpfebiel.
Hier soll ein neues Hotel gebaut werden: Parkplatz am Stumpfebiel. Quelle: mib
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Göttingen

In der Göttinger City wird ein weiteres Hotel gebaut - am Stumpfebiel. Entsprechende Planungen bestätigt die Marketing-Abteilung der Firma New Yorker in Braunschweig.

Bereits in der vorbereitenden Untersuchung zum Sanierungsgebiet nördliche Innenstadt steht: „Unmittelbar angrenzend an das Untersuchungsgebiet befinden sich derzeit zwei Neubauvorhaben in Vorbereitung. Erstens eine Hotelbebauung mit Wohnappartements am Stumpfebiel und zweitens eine Neubebauung des sogenannten Grotefendareals an der Berliner Straße zwischen Eichamt und Heinz-Erhardt-Platz.“

Stadtverwaltung für neues Hotel

„Eine Bebauung in dem beschriebenen Nutzungsmix an dieser Stelle ist ausdrücklich im Interesse der Stadt”, teilt Stadtbaurat Thomas Dienberg mit. Die Verwaltung habe deshalb die planungsrechtlichen Voraussetzungen für einen Hotelneubau bereits im Zusammenhang mit der Neuplanung für das ehemalige Stadtbadareal - heute Leinebogen-Quartier - geschaffen. „Mit dem Grundstückseigentümer und potenziellen Investor gibt es recht weitgehende Gespräche über eine mögliche Bebauung”, so die Stadtverwaltung.

Neubau auf Parkplatz

Das bestätigt Carolin Nixdorf, Sprecherin der Firma New Yorker. Das Braunschweiger Modeunternehmen betreibt bereits Hotels in Braunschweig und Thale. An der Weender Straße 65 betreibt die Firma ihr Modegeschäft, nach Angaben von Nixdorf ist dort in den „Obergeschossen des Bestandsbaus” und auf dem direkt angrenzenden Parkplatz das Hotel geplant. Auf dem Parkplatz soll ein Neubau entstehen. Außerdem, so das Unternehmen weiter, werde das Gebäude an der Mühlenstraße 6 in das Projekt miteinbezogen. Das Haus soll als Denkmal saniert werden.

New Yorker will Standort sichern

Wie genau das Hotel einmal aussehen soll, gibt New Yorker noch nicht bekannt. „Da noch kein abgeschlossener Mietvertrag vorliegt, ist auch noch kein Bauantrag eingereicht worden”, so Nixdorf. Die Immobiliengesellschaft von New Yorker habe die Immobilie erworben, um dauerhaft einen Standort in der gut funktionierenden Göttinger Fußgängerzone für das Unternehmen zu sichern.

Das Baudezernat und der Gestaltungsbeirat der Stadt Göttingen aber haben Nixdorfs Angaben zufolge die Planungen bei der Fassadengestaltung „konstruktiv begleitet und für die Belange der kleinteiligen Architektur der Altstadt sensibilisiert”. Nixdorf: „Die Fassaden des Bestandsbaus und des Neubaus werden städtebaulich diesen Abschnitt des Stumpfebiel im Zusammenhang mit dem bestehenden Leinebogen aufwerten.”

130 bis 155 Zimmer - je nach Größe

Nach Fertigstellung soll das Hotel – je nach Zimmergröße – etwa 130 bis 155 Zimmer bereit halten. Der Betrieb soll im Zwei- bis Drei-Sterne-Bereich angesiedelt sein. „Für den Food-and-Beverage- und einen Konferenzbereich im Erdgeschoss gibt es zu wenig Flächen”.

„Göttingen ist eine historisch attraktive und durch die Universität eine junge Stadt”, so Nixdorf. Der Hotelstandort liege zentral in der Mitte der City an der Fußgängerzone. Als Zielgruppe nennt New Yorker „Städtetouristen, Eltern von Studenten – die einige Tage zu Besuch sind – Angehörige von Patienten des Klinikums und Geschäftsreisende.” Attraktiv sei das Hotel zudem für Besucher, die abends Gastronomie und Geschäfte vor der Haustür haben möchten und solche, die Göttingen zu Fuß erkunden möchten, aber einen ruhigen und zentralen Standort bevorzugen. Auch Besucher, die länger in der Stadt verweilen, werden über ein sogenanntes „Boarding-House“ Angebot angesprochen.

Drittes Hotel im Betrieb der Firma New Yorker

Die Gastronomie wird wegen der geringen Flächen im Erdgeschoss nur für Hotelgäste angeboten. „Ob dieser auch Nicht-Hotelgästen zur Verfügung gestellt wird, ist jedoch eine Entscheidung des Hotelbetreibers”, teilt Nixdorf mit. Über die Höhe der Investition macht die Firma noch keine Aussagen. New Yorker betreibt bereits zwei Hotel selbst: Nixdorf: „Wir haben bereits zwei Hotels, die wir selbst betreiben, in Braunschweig und Thale entwickelt. Beide Häuser sind hochwertig, aber kleiner als dieses Projekt”.

Von Britta Bielefeld