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Göttingen Neues Rathaus: Rost und bröckelnder Beton
Die Region Göttingen Neues Rathaus: Rost und bröckelnder Beton
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21:02 26.09.2012
Von Michael Brakemeier
Eingang Reinhäuser Landstraße: Marode Stufen führen hinauf zum Standesamt. Die Stadt ist um Sauberkeit bemüht.
Eingang Reinhäuser Landstraße: Marode Stufen führen hinauf zum Standesamt. Die Stadt ist um Sauberkeit bemüht. Quelle: Vetter
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Göttingen

„Die Probleme im Nebengebäude ergeben sich durch Undichtigkeiten im Bereich von Terrasse und Treppe. Feuchtigkeit und Korrosion sind die Folgen“, erläutert Johannson. Derzeit untersucht eine Baufirma die Ursachen. Danach würde man mehr über Sanierungsnotwendigkeiten und Kosten wissen. Johannson: „Wenn wir die Kosten kennen, wird zu entscheiden sein, ob die Maßnahmen aus Mitteln der Bauunterhaltung bestritten werden und wann sie umgesetzt werden können.“

Eine weitere Baustelle im Neuen Rathaus wird ab Mitte Oktober die Meldehalle. Hier müssen Decke, Lüftung und Boden des Großraumbüros „dringend saniert“ werden. Die Kosten dafür beziffert die Stadt mit rund 400 000 Euro.

Ein Sanierungsfall sei das Neue Rathaus deswegen aber nicht, sagt Johannson. Daher brauche die Stadt auch keinen Sanierungsplan. Dass nach 35 Jahren Mängel auftreten, die nach und nach behoben werden müssen, sei ein ganz normaler Vorgang. Als Beispiele für diese Maßnahmen nennt er etwa die Betonsanierung im Bereich der Einfahrt zur Tiefgarage an der Sternstraße und die Undichtigkeit der Fenster im Dienstgebäude Reinhäuser Landstraße. Im Schnitt gibt die Stadt jährlich rund 250 000 Euro für Bauunterhaltung des Neuen Rathauses aus – angemessen für ein 16-stöckiges Gebäude in dem Alter, sagt Johannson.

Abgesehen von der maroden Treppe hinterlässt der Eingang Reinhäuser Landstraße, der Zugang unter anderem zum Standesamt, einen vernachlässigten Eindruck. Unkraut in den Pflasterfugen, Müll in den Beeten, Dreck auf den Treppen. Johannson spricht hier von einer „unglücklichen Momentaufnahme“. Die Hausmeister und die Mitarbeiter der Entsorgungsbetriebe sorgten „ansonsten für ausreichende Sauberkeit“. Das schließe aber nicht, aus, „dass es zwischen den Reinigungsgängen am Ende einer Nacht eines Wochenendes auch mal so aussieht.“ Hier sei die Stadt „machtlos“. Gerade weil dort das Standesamt arbeitet, bemühe man sich um Sauberkeit.

Meldestelle in Voigt-Schule

Wegen der dringenden Sanierung ist die Meldehalle ab Dienstag, 23. Oktober, bis zum 28. Januar in der Voigt-Schule, Bürgerstraße 15, untergebracht. Dort gebe es die gewohnten Dienstleistungen – An- und Ummeldungen, Ausweisangelegenheiten – zu den normalen Öffnungszeiten, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Allerdings mit einer Einschränkung: Der Einwohnermeldeservice ist dort nicht barrierefrei zu erreichen. Wer darauf angewiesen sei, dem stehe die Verwaltungsstelle in Grone im Bürgerhaus, Martin-Luther-Straße, zur Verfügung. Mit erweiterten Öffnungszeiten: montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr und montags, dienstags und donnerstags zusätzlich von 13 bis 15 Uhr. Unter Telefon 05 51 / 40 44 bietet die Stadt Hilfe für Menschen, die einen barrierefreien Zugang benötigen, die Verwaltungsstelle in Grone aber nicht aufsuchen können.

Wegen des Umzugs in die Schule bleibt die Meldehalle am 19. und 22. Oktober komplett geschlossen. Auch an diesen Tagen springt die Verwaltungsstelle Grone bei „besonders dringenden Fällen von Pass- und Ausweisangelegenheiten ein“, teilt die Verwaltung mit.