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Göttingen Neues Rotes Zentrum mit Wohnprojekt
Die Region Göttingen Neues Rotes Zentrum mit Wohnprojekt
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20:12 07.09.2011
Von Ulrich Schubert
Rote Ballons fürs Rote Zentrum: Humke, Lösing und Lötzsch (vorne von rechts) mit Genossen. Quelle: Vetter
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Göttingen

In dieser Größe und Form sei das bundesweit „einmalig in der Partei“, sagt der Göttinger Landtagsabgeordnete Patrick Humke. Mehr als zwölf Initiativen und Abgeordnete nutzen das neue Rote Zentrum in der Langen Geismarstraße 2-3, darunter die Bundesgeschäftsstelle der Roten Hilfe und zwei Wohnprojekte.

Der Versammlungsraum ist voll – mit roten, kämpferischen Plakaten an den Wänden und Gästen aus dem Harz, Celle, Berlin und aus dem antifaschistischen Untergrund. Der Saal ist das Herzstück „und bietet uns endlich Platz für größere Diskussionsrunden“, sagt Gerd Nier, Sprecher der „Wählergemeinschaft Göttinger Linke“. Er gehört zu dem kleineren der beiden Gebäude des Roten Zentrums, kann aber von allen Gruppen genutzt werden. In diesem Haus sitzt seit Frühjahr der Verein Rote Hilfe inklusive seiner Bundesgeschäftsstelle – es ist sein Eigentum. Im größeren Mietshaus mit 500 Quadratmeter Fläche nebenan gibt es zur Straße ein kleines Ladenlokal – auch dieses kann von verschiedenen Gruppen genutzt werden. In den oberen Etagen gibt es Büros: für die Europaabgeordnete Sabine Lösing, den Landtagsabgeordneten und Göttinger Ratsherrn Patrick Humke und den Kreisverband der Linken. Weitere Nutzer sind der Verein zur Förderung antifaschistischer Kultur (Antifa), der Verein Schach und Wissenschaft, die Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba, die „Göttinger Blätter“, das Hans-Litten-Archiv, die Beratungsstelle „Tu was“ für Erwerbslose und der DKP-Kreisverband.

Neu und bisher einmalig sind auch alternative Wohnprojekte in den obersten Geschossen – „uns nahe stehende Wohngemeinschaften“, so Humke. Das neue Zentrum sei „größer, heller, öffentlicher, zentraler und politisch breiter angelegt“, als bisher – passend zu seinem 20. Geburtstag als Göttinger Einrichtung. Die Kombination aus Abgeordnetenbüros, vielen linken Gruppen und Wohnprojekten begeisterte auch die Bundesvorsitzende der Partei, Gesine Lötzsch: „Ein offenes Haus, in dem die Funktionäre kontrolliert und zugleich im direkten Kontakt von der Basis unterstützt werden.“