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Göttingen Neues Weiterbildungsprogramm für Frauen in der Wirtschaft
Die Region Göttingen Neues Weiterbildungsprogramm für Frauen in der Wirtschaft
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20:45 15.08.2019
Natalie Hefele Quelle: r
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Göttingen

Die Koordinierungsstelle „Frauenförderung in der privaten Wirtschaft“ der Stadt hat sich zur Aufgabe gemacht, weibliche Gründerinnen, Unternehmerinnen und Selbstständige an die Hand zu nehmen – und zusammen ein Netzwerk zu schaffen. Gemeinsam mit der Volkshochschule Göttingen Osterode hat die Koordinierungsstelle ein Programm voller Kurse und Events in Göttingen, Duderstadt, Osterode und Hann. Münden zusammen gestellt. „Die Teilnehmerinnen finden bei uns eine kostenlose und vertrauensvolle Beratung, bei der ein individueller Plan für die nächsten Schritte entsteht“, sagt Natalia Hefele, die im Juli 2019 die Leitung der Koordinierungsstelle übernommen hat.

„Wir bieten pünktlich zum Ende der Sommerferien wieder zahlreiche und bewährte Bildungsangebote für Berufsrückkehrerinnen und Elternzeitler, aber auch für Existenzgründerinnen und Frauen in der Beschäftigung“, sagt Hefele. Ein besonderes Augenmerk legt sie auf Frauen in der Elternzeit: Schon während der Zeit zu Hause seien Weiterbildungen möglich, zum Beispiel die Auffrischung von PC-Kenntnissen oder Workshops zur Gründung eines eigenen Start-ups. Rhetorik für Frauen, Moderation, Konfliktmanagement und Sprechtrainings gehören zum Repertoire, aber auch Buchführungskurse, Bewerbungstrainings oder Kurse für die Programme Excel und Word.

Auch Väter in Elternzeit unterstützt

Gerade beim Wiedereinstieg seien persönliche Gespräche sehr wichtig, so die Leiterin. Die Koordinierungsstelle nimmt sich darin auch Vätern an, die durch Elternzeit länger nicht im Job waren. „Die individuelle und vertrauensvolle Beratung von Berufsrückkehrerinnen, aber auch von Vätern und Müttern in Elternzeit oder Frauen auf dem Weg in die Selbständigkeit liegen mir am Herzen“, so Hefele.

Menschen in Elternzeit sowie Frauen, die seit einem Jahr kein Arbeitslosengeld beziehen und nicht versicherungspflichtig beschäftigt sind, zahlen einen vergünstigten Preis. Zusätzlich kann eine Förderung in Form eines Weiterbildungsschecks genutzt werden. Der Weiterbildungsscheck kann auch für Angebote außerhalb des Programms bei der Koordinierungsstelle beantragt werden. Mit ihm werden die Kosten der individuellen Fortbildung bis zu 50 Prozent, aber maximal zu 100 Euro, aus Projektmitteln bezuschusst. „Das mit Mitteln der Stadt, des Landkreises, des Landes Niedersachsen und der Europäischen Union ausgestattete Budget ist begrenzt, aber ich empfehle, diese besondere Förderung für die berufliche Weiterbildung zu nutzen“, so Hefele. Zusätzlich können sie einen Weiterbildungsscheck beantragen, der die Kosten einer Fortbildung zu 50 Prozent deckt, aber maximal in Höhe von 100 Euro.

Den Weg zum Programm finden die meisten Frauen selbstständig. „In der Regel melden sich Berufsrückkehrerinnen direkt bei uns, aber auch berufstätige Frauen, die nach passenden Weiterbildungen suchen“, so Hefele. „Frauen, die einen Mini-Job ausüben und nach einem Ausweg aus dieser Situation suchen“ seien auch schon vorstellig geworden. „Diejenigen, die bei uns beraten werden, sind in der Planung des beruflichen Wiedereinstiegs einige Schritte weiter“, sagt Hefele. Manche Unternehmen in der Region empfehlen laut Hefele ihren Mitarbeiterinnen Weiterbildungen bei der Stelle, da die Themen auch aktiv im Beruf weiterhelfen.

Nicht nur Kurse, auch Austausch

Nicht nur der gemeinsame Kursbesuch soll die Vernetzung verbessern, auch kostenlose Events nur für Frauen sind im Programmheft gelistet. Im Café Botanik treffen sich jeden zweiten Mittwoch im Monat Gründerinnen und tauschen sich aus. Bei der Gründungsberatung Mobil in der Lotzestraße 22c können Frauen sich am ersten Mittwoch eines Monats treffen. Chefinnen treffen sich einmal im Monat im Apex.

Der Weiterbildungsscheck und das Programm „Zurück in den Beruf“ sind bei der KoordinierungsstelleFrauenförderung in der privaten Wirtschaft“, Stadt Göttingen, Neues Rathaus, Hiroshimaplatz 1-4, erhältlich und stehen online unter www.frauen-wirtschaft.de zum Download bereit.

Hier geht es zum Programm als pdf

Koordinierungsstelle in Göttingen

Die Koordinierungsstelle "Frauenförderung in der privaten Wirtschaft" der Stadt Göttingen verfolgt nach eigener Darstellung das Ziel, die berufliche Gleichstellung von Frauen und ihre Integration in das Erwerbsleben nach der Familienphase durch Information und Beratung zu fördern. Auch bei Rückwechseln in einen zuvor ausgeübten Beruf ist die Stelle behilflich. Dabei versucht sie, die Anforderungen von Frauen an Unternehmen und die Anforderungen von Unternehmen an Frauen zu verknüpfen. Zusätzlich begleiten die Mitarbeiterinnen Frauen, die sich selbstständig machen wollen von der Idee bis zur Gründung.

Die Koordinierungsstelle will Bindeglied zwischen der regionalen Wirtschaft, dem Arbeitsmarkt, den Weiterbildungseinrichtungen und den Frauen vor Ort sein. Die Stelle wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds, des Landes Niedersachsen, der Stadt und des Landkreises Göttingen und des Verbundes "Frau und Betrieb" gefördert.

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