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Göttingen Neujahrsempfang des Evangelischen Krankenhauses Göttingen
Die Region Göttingen Neujahrsempfang des Evangelischen Krankenhauses Göttingen
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20:19 21.01.2015
Von Matthias Heinzel
Neujahrsempfang des Evangelischen Krankenhauses Göttingen. Quelle: Hinzmann
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Göttingen

Entstehen wird das Parkhaus im Ohr der Abfahrt der Robert-Koch-Straße auf die B 27. Dort könnten die Mitarbeiter parken, damit die Parkplätze am Krankenhaus ganz den Patienten und Besuchern zu Verfügung stehen.

Eine große Herausforderung des vergangenen Jahres, so Karaus weiter, sei die Übernahme des katholischen Krankenhauses Neumariahilf gewesen. Erst am Tage des Neujahrsempfangs seien alle notwendigen Unterschriften geleistet worden. Nicht wegen der unterschiedlichen konfessionellen Hintergründe, sondern wegen verschiedener Tarifstrukturen.

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Auch die erheblichen Defizite bei Neumariahilf, die allerdings gegenüber 2013 hätten halbiert werden können, müssten geschultert werden. Das Weender Krankenhaus habe jedoch so viel Gewinn erwirtschaften können, dass diese Defizite bislang mehr als ausgeglichen worden seien.

Allerdings: „Alle Doppelvorhaltungen und unwirtschaftlichen Einheiten werden auf den Prüfstand gestellt“, kündigte Karaus an. „Es gibt keine Standortgarantie, und zwar für keine Abteilung, und das geht in beide Richtungen.“

„Überall wird Personal im Krankenhaus abgebaut, Weende stellt ein“

Insgesamt sei die Finanzlage der Krankenhäuser prekär. Vor allem niedersächsische Häuser seien benachteiligt, weil dort die Vergütung unter dem Bundesschnitt liege. Karaus: „Allein Weende und Neumariahilf würden 2014 für ihre Leistungen 1168000 Euro mehr an Vergütung bekommen, wenn der Landesbasisfallwert auf Bundesdurchschnitt läge.“

Dennoch habe Weende im vergangenen Jahr expandieren können, erklärte Karaus: „Überall wird Personal im Krankenhaus abgebaut, Weende stellt ein.“ 2014 seien 20 Vollzeitstellen hinzugekommen, 2015 seien weitere 25 im Plan. Nur in Neumariahilf würden vier Stellen abgebaut.

Auch das Krankenhaus Weende habe im vergangenen Jahr ein Beispiel für die gelungene Integration von Ausländern geliefert. „Zunächst aus rein humanitären Gründen“, erklärte Karaus, habe das Weender Krankenhaus vor knapp einem Jahr einem syrischen Kardiologen aus Damaskus eine Beschäftigung angeboten.

Damit habe der Mann eine Arbeitserlaubnis bekommen können, sich mittlerweile „als hochversierter, erfahrener Kardiologe erwiesen“. Sein Deutsch „wird täglich besser“, und er sei „ein großer Gewinn“ für das kardiologische Team. Nicht nur das Krankenhaus Weende, auch das deutsche Gesundheitswesen insgesamt sei auf ausländische Kräfte angewiesen. hein