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Göttingen Milton neuer Chefdirigent
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00:18 23.12.2017
Leidenschaftliche Musiker: Nicholas Milton ist begeistert vom Göttinger Symphonie Orchester. Quelle: Peter Heller
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Göttingen

Zehn Kandidaten gab es für den Posten des Chefdirigenten. Sie hätten sich die Entscheidung durchaus nicht leicht gemacht, so Stefan Lipski, vom Aufsichtsrat des Göttinger Symphonie Orchesters (GSO), bei der Vorstellung Miltons am Mittwoch. Im Endeffekt habe aber nahezu alles für Milton gesprochen. „Milton stach von Anfang heraus“, sagte Kulturdezernentin Petra Broistedt. Die Findungskommision sei sehr glücklich, dass ein Dirigent, der in einer wesentlich größeren Stadt ein A-Orchester dirigiere, nach Göttingen kommt, so Broistedt. Dass der Posten so hochkarätig besetzt werden konnte, spreche für den guten Ruf des Orchesters, ergänzte Lipski.

Für ihn sei es keine schwere Entscheidung gewesen, sagte Milton. „Ich bin viel unterwegs, habe in Berlin und London dirigiert. Aber manchmal kommt man als Dirigent zu einem Orchester, da stimmt von Anfang an alles.“ So sei es für ihn in Göttingen. Bereits 2007, als er das GSO das erste Mal dirigierte, habe er ein tolles engagiertes Orchester kennengelernt, mit dem das Musizieren eine große Freude sei. Alle Musiker seien leidenschaftlich dabei, wollten etwas erreichen. Das sei eine tolle Basis. Und die Musiker arbeiten offensichtlich auch ausgesprochen gern mit Milton. Bei jedem seiner Konzerte als Gastdirigent spendeten sie ihm begeisterten Applaus.

Er freue sich sehr auf die Arbeit in Göttingen, wo er auch ein musikbegeistertes Publikum vorgefunden habe. Auch wenn nun erst einmal eine schwierige Zeit bevorstehe, da die Stadthalle zwei Jahr nicht zur Verfügung stehen werde. „Wir müssen überlegen, wie das Orchester präsentiert wird“, so der 50jährige. Lokhalle, Universitätsaula, Sparkassen-Arena, es gebe viele andere Möglichkeiten. Er könne sich auch andere als nur das symphonische Format vorstellen, so Milton.

Von Miltons Dynamik und Engagement konnte sich das Publikum schon im Februar ein Bild machen.„Beethovens dritte Leonoren-Ouvertüre wurde unter seinem Dirigat zu einem enorm spannenden musikalischen Ereignis, was angesichts des Bekanntheitsgrades dieser Komposition durchaus nicht selbstverständlich ist. Die GSO-Musiker folgten ihm mit Feuer und Temperament.“ hieß es in der Tageblatt-Kritik.

Milton, im Alter von 19 Jahren zum jüngsten Konzertmeister Australiens ernannt, begann zunächst eine erfolgreiche Karriere als Solo-Violinist und Kammermusiker, bevor er sich ausschließlich dem Dirigieren widmete. Er war Konzertmeister und Associate Conductor beim Adelaide Symphony Orchestra und für die Dauer von acht Jahren Violinist des renommierten Macquarie Trio in Australien. Von 2004 bis 2010 leitete er als Generalmusikdirektor die Jenaer Philharmonie, von 2009 bis 2017 war er Chefdirigent des Innviertler Symphonie Orchesters (Österreich), seit 2014 des Saarländischen Staatstheaters. Zum Beginn der Spielzeit 2017/18 wurde er zum Ersten Gastdirigenten der Norddeutschen Philharmonie Rostock berufen.

Milton dirigierte unter anderem das London Philharmonic Orchestra, das Konzerthausorchester Berlin, das NDR Sinfonieorchester Hamburg und die Radiophilharmonie Hannover, das MAV Orchestra Budapest und das Taiwan Philharmonic Orchestra. 2016 wurde er für besondere Verdienste als Musiker, Dirigent und Künstlerischer Leiter mit der Aufnahme in den Order of Australia (AM) geehrt.

Von Christiane Böhm

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