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Göttingen Niedergandern: Anliegern ist Ausbau der Kreisstraße zu üppig
Die Region Göttingen Niedergandern: Anliegern ist Ausbau der Kreisstraße zu üppig
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19:26 26.09.2013
Von Jürgen Gückel
Wird ausgebaut: Kreisstraße 23 vor der Kapelle in Hottenrode. Auch einen Radweg wird es hier geben. Quelle: Theodoro da Silva
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Niedergandern

Für rund eine Million Euro will der Landkreis die schmale Straße vom Ortsausgang Niedergandern an der Kapelle Hottenrode vorbei bis zur Landesgrenze ausbauen. Für den Haushalt 2016 stehen 400 000 Euro vom Kreis und 600 000 Euro Zuschuss nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz zur Verfügung.

Die Anlieger sind von den Plänen nicht überzeugt. Zu üppig finden viele den Plan. So müssen einer Verbreiterung der  nur 4,50 Meter breiten Straße auf 5,50 Meter plus je einem weiteren Meter Bankett zehn Bäume südlich Niederganderns weichen. Bei Hottenrode werden es etliche mehr sowie eine alte Hecke sein.

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Überhaupt, so sind sich Ortsbürgermeister Melchior von Bodenhausen (CDU) und Moritz Flechtner vom Gut Besenhausen einig, sei der Ausbau mit vielen Leitplanken und Gabionen zum Abstützen von Böschungen überzogen. Schließlich fahren hier täglich gerade einmal 560 Autos. Dass die zuletzt 1952 befestigte Straße ausgebaut wird, so die Mehrheit bei einer Bürgerversammlung, werde begrüßt.

Bäume sollen als Tempobremse bleiben

Ebenso der Bau des Radwegs. Der solle aber besser östlich der Straße statt wie geplant westlich verlaufen, damit diese nicht so nah an der Kapelle vorbeiführt. Die geplanten Parkplätze im Bereich Hottenrode sollen auf die Kirchenseite, damit die Straße nicht überquert werden muss.

Die scharfe S-Kurve am ehemaligen Bahnübergang wird auch begradigt. Die Bäume am Ortseingang, so will es der Ortsrat, sollen als Tempobremse stehen bleiben.

Allerdings wird die 1,25 Kilometer lange Neubaustrecke vorerst an der Landesgrenze enden. Der Kreis, so Pressesprecher Marcel Riethig, habe sich zwar mit Thüringen abgestimmt, dort aber seien Pläne für einen gleichwertigen Ausbau aus Finanzgründen – der Eichsfeldkreis hat viele Landesstraßen übernommen – vorerst auf der Prioritätenliste nach unten gerutscht.