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Göttingen Nikolausberger Musiktage: „Harmonien der Welt“
Die Region Göttingen Nikolausberger Musiktage: „Harmonien der Welt“
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17:00 23.08.2019
Ort der Musiktage: Die Klosterkirche in Nikolausberg. Quelle: Christina Hinzmann
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Nikolausberg

Im Mittelpunkt der Beiträge steht das Konzept der sogenannten „Sphärenmusik“, nämlich der Vorstellung, dass der Kosmos mit all seinen Planeten harmonisch gestaltet ist und sich dies klanglich ausdrückt, erklärt Antonius Adamske, Intendant der Musiktage. Die Gestirne bewegten sich auf Umlaufbahnen und erzeugten dabei Klänge, die auf Grund der Perfektion der göttlichen Schöpfung überirdische Harmonien erzeugten, habe man damals angenommen.

Das Festival startet am Donnerstag, 5. September mit dem Eröffnungskonzert. Zu Gast ist dann der Akkordeonist Goran Stevanovic. Er will musikalisch der Frage nachgehen, was eigentlich Harmonie ist. Um sich dem komplexen Harmoniebegriff zu nähern und einen inhaltlichen Überblick der folgenden Festtage zu geben, soll die Frage nach dem Harmonieempfinden gleich im Eröffnungskonzert behandelt werden. In einem Gesprächskonzerts mit Musik aus der Zeit und dem Umfeld Keplers, darüber hinaus dessen mathematisch errechnete Harmoniemusik sowie – mithilfe besonderer Spieltechniken – zeitgenössische Sphärenmusik. Der Abend beginnt um 20 Uhr. Bereits um 19 Uhr ist ein Eröffnungsvortrag geplant.

Sonderkonzert des Göttinger Symphonie-Orchesters

Mit einem Einführungsvortrag um 19.15 Uhr startet das Programm am Freitag, 6. September. Um 20 Uhr schließt sich ein Sonderkonzert des Göttinger Symphonie-Orchesters an, an diesem Abend unter der Leitung von Adamske. Das Orchester spielt Opernsuites aus „Les Boreades“ (Die Nordwinde) und anderen von J.-P. Rameau (1683-1764). Weiterhin stehen Werke von F. W. Herschel (1738 - 1822), Göttinger Wissenschaftler und Musiktheoretiker, und die „Jupiter“-Sinfonie von W. A. Mozart (1756-1791) auf dem Programm.

Am Sonnabend, 7. September gibt Anna-Maria Hefele10 bis 13 Uhr einen Meisterkursus in Obertongesang. Am Abend dann beginnt um 17 Uhr das Festkonzert. Orlando Viols widmet sich der „Harmony of the Spheres”. In der Konfrontation von Werken der Renaissance (Picforth) mit anderen des 20. Jahrhunderts (John Cage, Steve Reich) erleben die Zuhörer verschiedene Aspekte von Kosmologie und Zahlenästhetik in der Musik, versprechen die Organisatoren. Viols verarbeiten den Klang ihrer historischen Gamben elektronisch in Echtzeit in einem 15-kanaligen Lautsprechersystem nebst Lichtinstallation und lassen so im abgedunkelten Saal die Bahnen der Planeten in wandernden Klängen nacherleben, die „Harmony of the Spheres”. Die Obertonkünstlerin Anna-Maria Hefele gibt um 21 Uhr ein Nachtkonzert. Sie begleitet sich selbst an der Nyckelharpa.

Der Schöpfungs- und Bewahrungsauftrag der Menschen steht im Zentrum des Festgottesdienstes, Sonntag, 8. September, um 10 Uhr. Ein Begegnungskonzert ist für 11.30 Uhr geplant. Kulinarische Spezialitäten aus verschiedenen Ländern werden von Musikbeiträgen Geflüchteter begleitet. Das Ensemble Gli Scarlatti stellt 17 Uhr Kantaten von Johann Rosenmüller (1619-1684) vorstellen.

Mit zwei Auftritten am Montag, 9. September, enden die Musiktage. Um 17 Uhr soll es ein Vortragskonzert geben. Manfred Schüssler vom MPI für Sonnensystemforschung liest, Andreas Düker spielt Laute. „Die Galileis: Astronomische und musikalische Umbrüche“ lautet der Titel. Um 19.30 Uhr spielt das Göttinger BarockorchesterWerke von Rebels, Telemann und anderen.

Letztes Festival für Adamske

Für den Begründer und Intendanten der Musiktage, Antonius Adamske wird es das letzte Festival in Nikolausberg sein. Das teilte er im Vorfeld mit.

Die Veranstaltungen finden in der Klosterkirche, Augustinerstraße 17 in Nikolausberg, und im Gemeindehaus statt. Tickets gibt es in den Tageblatt-Geschäftsstellen, Weender Straße 44 in Göttingen und Marktstraße 9 in Duderstadt.

Von Peter Krüger-Lenz

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