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Göttingen Nörten-Hardenberg: Wagen brennt auf der Autobahn 7 aus
Die Region Göttingen Nörten-Hardenberg: Wagen brennt auf der Autobahn 7 aus
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00:18 19.07.2013
Von Matthias Heinzel
Der Wagen ist hinüber, aber: Der Teddy überlebt – dank der Feuerwehr.
Der Wagen ist hinüber, aber: Der Teddy überlebt – dank der Feuerwehr. Quelle: Lange
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Nörten-Hardenberg

Weil das Feuer nicht sofort den ganzen Wagen erfasst, können die 53-Jährige und die Enkelin das Urlaubsgepäck noch aus dem Wagen bergen und auf die Böschung legen. Die Feuerwehren aus Nörten und Angerstein, die sodann mit vollem Einsatz den brennenden Ford Maverick löschen, können aber nicht verhindern, dass das Gepäck einschließlich Teddy im Löschschaum versackt – traurig für die Enkelin. 

Die Feuerwehr aber hat etwas gegen halbe Sachen. Nach beendeter Löscharbeit wendet sie sich dem Teddy zu. Der bekommt eine Vollreinigung mit Profi-Feuerwehrgerät, die Enkelin lernt das Lächeln wieder.

Urlauberin Birgit Müller aus Oldenburg ist dann auch des Lobes voll über die Feuerwehrleute und speziell über Feuerwehrmann Ernst Kasten: „Die haben sich rührend um mein Enkelkind gekümmert“, sagt Müller. Und Feuerwehrmann und Fahrschullehrer Kasten habe bis in die Nacht seine Freizeit dafür geopfert, den beiden Oldenburger Urlauberinnen zu helfen.

„Das war mehr als Menschlichkeit in der Not“

So bekam die Enkelin, die in der kühlen Nacht am Oberkörper nur ein kurzes Top trug, eine Jacke von Kastens Ehefrau. Und als es Schwierigkeiten mit der Versicherung gab, die zunächst nicht für einen Mietwagen zur Weiterfahrt aufkommen wollte, besorgte Kasten ein Auto, das der Versicherung genehm war.

Dafür kutschierte Kasten die gestrandeten Urlauberinnen erst nach Adelebsen, dann nach Göttingen, bevor die Heimreise losgehen konnte. Für die Fahrt bekam die Enkelin dann noch ein paar Süßigkeiten in die Hand gedrückt. Müller zu Kastens Einsatz und Fürsorge: „Das war mehr als Menschlichkeit in der Not.“ Und auch der Teddy sei heil zu Hause angekommen.

Kasten wehrt bescheiden ab: „Als der Alarm losging, war ich gerade selbst aus dem Urlaub zurück. Ich konnte gut nachfühlen, was in den beiden vorging.“

© Sascha Hilke