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Göttingen Nörten-Hardenberg plant neues Baugebiet beim gräflichen Landsitz
Die Region Göttingen Nörten-Hardenberg plant neues Baugebiet beim gräflichen Landsitz
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19:35 16.04.2014
Auf dem Gelände des neuen Baugebietes: Carl Graf von Hardenberg, Frank Bauer und Astrid Klinkert-Kittel (von links). Quelle: Vetter
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Nörten-Hardenberg

Nach Westen, Süden und Osten hin sei eine Erweiterung  nicht möglich, sagte die Gemeindebürgermeisterin Astrid Klinkert-Kittel (parteilos) für den Ortsteil Nörten-Hardenberg. Zusammen mit Carl Graf von Hardenberg als Eigentümer der nun ausgewählten Fläche und der Niedersächsischen Landgesellschaft (NLG) werde deshalb in Richtung Northeim geplant.

Nach Vorgesprächen, die sich über drei Jahre hingezogen hätten, seien sie nun einig: Vorsorge sei wichtig, damit der Ort nicht weiter schrumpft. 540 Einwohner habe Nörten in den vergangenen 20 Jahren bereits verloren, die Einwohnerzahl im gesamten Flecken sei in derselben Zeitspanne um 431 Bürger zurückgegangen.

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Doch in den vergangenen Monaten habe die Geburtenzahl wieder angezogen. Kindergarten und Grundschule seien „richtungsweisend“. Beides ist in Nörten-Hardenberg vorhanden.

Baufahrzeuge ab Mitte 2015

Mit Kosten in Höhe von 3,5 Millionen Euro rechnet Frank Bauer von der NLG für die Erschließung der gut fünf Hektar großen Fläche. Mit einem Ratsbeschluss im Herbst werde der Bebauungsplan rechtswirksam.

Mitte 2015 könnten dann die Baufahrzeuge für die Erschließung anrollen. In zwei etwa gleich großen Abschnitten werde das Baugebiet erschlossen, skizzierte Bauer die derzeitigen Pläne.

Göttingen wächst, und wir wollen daran wachsen“, beschrieb Graf von Hardenberg das Bestreben der Gemeinde gemeinsam mit dem gräflichen Landsitz. Keine Störungen für spätere Bewohner erwartet er auf dem ehemaligen Getreideacker von der nahen Diskothek und der Bundesstraße 3.

Und zum Abschluss der Altstadtsanierung, die in Nörten-Hardenberg gerade läuft, soll an der Langen Straße ein Kreisel gebaut werden. Das Wohngebiet „Hofbreite“ bekomme damit eine eigene Zufahrt. In Richtung Norden gibt es noch mögliche Erweiterungsflächen, angrenzend an das jetzt geplante Bauland.

Von Ute Lawrenz

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