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Göttingen Northeimer Seefest: Drachenbootrennen ist Hauptattraktion
Die Region Göttingen Northeimer Seefest: Drachenbootrennen ist Hauptattraktion
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21:03 18.08.2013
Von Andreas Fuhrmann
Erbitterter Kampf auf dem Wasser: Mehr als 400 Teilnehmer kämpfen beim Drachenbootrennen auf dem Northeimer Freizeitsee um den Sieg. Quelle: Heller
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Northeim

22 Teams treten an, 20 Paddler pro Boot, dazu ein Steuermann – und eben ein Trommler, der mit seinen Schlägen die Taktzahl vorgibt. Während draußen auf dem See die nächsten vier Mannschaften mit ihren Booten dem Ziel entgegen jagen, steht Sylvia Bode ganz aufgeregt am Ufer. Für die Konkurrenz, die sich gerade auf der 250 Meter langen Strecke abrackert, hat die 46-Jährige keine Augen. Sie ist Mitglied des Drachenboot-Teams der Helios-Kliniken, und der Start steht kurz bevor. „Das ist schon anstrengend, aber auch witzig“, sagt Bode, die ein gelbes Schwammtuch in der Hand hält. „Das ist für den Popo, damit wir nicht so rutschen“, erklärt sie. Die Holzbank im Drachenboot sei ziemlich rutschig.

„Jetzt brennen die Arme. Jetzt wird es noch mal richtig schwer“, schallt es derweil aus den Lautsprechern. Der Kommentator kündigt den Zieleinlauf an und ist sich sicher: „Fotofinish.“ Bodes Team wird unruhig. Gleich wird es ernst.

Northeimer Seefest: Das Drachenbootrennen war gleich bei der Premiere die Hauptattraktion. © Heller

Am Ufer stehen Wolfgang und Astrid Friebe und diskutieren, welches Boot gewonnen hat. „Unser Sohn macht mit“, sagt das Ehepaar aus Dassel. „Wir konnten es schlecht sehen, aber wir denken, dass es ganz knapp gereicht hat.“ Sieger ist am Ende das Team HNA, gefolgt von Team Kayser und den Northeimer Handballern.

„Bei den Rennen ist ein Teamgeist entstanden, das war unglaublich. Das war sofort bei der Premiere ein voller Erfolg“, sagt Rainer Prelle vom Northeimer Segelclub als Mitveranstalter des Seefestes. Man wolle den Drachenbootsport nun in der Region verankern und einen Verein gründen.
Auch das Seefest an sich mit viel Musik, Spaß und Spiel das ganze Wochenende über sei gelungen gewesen, sagt Prelle. Die Organisatoren rechneten mit mehr als 2000 Besuchern. Damit sei auch ein anderes Ziel mehr als erreicht worden: „Unseren schönen See wieder mehr ins Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken.“ Denn um die Zukunft des Sees gebe es derzeit viele Diskussionen.