Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen „Onkologie-Verbund Nordhessen“: Krebszentrum Göttingen und drei hessische Krankenhäuser
Die Region Göttingen „Onkologie-Verbund Nordhessen“: Krebszentrum Göttingen und drei hessische Krankenhäuser
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:17 14.07.2013
Onkologie-Verbund: Martin Siess (Vorstand Klinikum), Lorenz Trümper (Direktor Krebszentrum Göttingen), Michael Gribner (Rotes-Kreuz-Krankenhaus Kassel), Gregor Zehle (Vinzenz-Verbund und Elisabeth-Krankenhaus Kassel), Wilfried Gründel (Klinik Immenhausen).
Onkologie-Verbund: Martin Siess (Vorstand Klinikum), Lorenz Trümper (Direktor Krebszentrum Göttingen), Michael Gribner (Rotes-Kreuz-Krankenhaus Kassel), Gregor Zehle (Vinzenz-Verbund und Elisabeth-Krankenhaus Kassel), Wilfried Gründel (Klinik Immenhausen). Quelle: Soremski
Anzeige
Göttingen

Die vier Partner haben dazu den „Onkologie-Verbund Nordhessen“ des Universitäts-Krebszentrums Göttingen gegründet. Ziel der Neugründung ist es laut Klinikumssprecher Stefan Weller, die bisherige Zusammenarbeit in der medizinischen Versorgung von Patienten mit onkologischen Erkrankungen in Nordhessen und Südniedersachsen zu erweitern.

Für dieses Vorhaben unterzeichneten die beteiligten Kliniken und Krankenhäuser einen so genannten „Letter of Intent“, der diese Partnerschaft festlegt. Koordinierendes Zentrum ist das Krebszentrum der UMG – dort gibt es  alle Forschungs- und Therapiemöglichkeiten, die sollen auch den Kooperationspartnern zur Verfügung stehen.

Die Partner-Kliniken haben direkten Zugang zu den Experten, die Ärzte stimmen sich bei komplexen Fragen miteinander ab. In gemeinsamen Tumorkonferenzen werden beispielsweise Diagnosen besprochen und Patienten und nach modernsten Standards beurteilt.

Dokumentation zur Verbesserung der Therapiemöglichkeiten

„Neu ist, dass über die Zusammenarbeit der direkte Zugang zu den Tumorkonferenzen der Universitätsmedizin Göttingen als Maximalversorger hergestellt wird. Die Behandlungserfolge werden zentral dokumentiert und dienen so der ständigen Verbesserung der Therapiemöglichkeiten“, teilt das Klinikum mit.

Die Ärzte der Krankenhäuser können zudem an den Angeboten des Universitäts-Krebszentrums Göttingen teilnehmen.

Neben der gemeinsamen Nutzung von Datenbanksystemen und des zentralen Krebsregisters, Fortbildungsangeboten sowie dem direktem interdisziplinärem Austausch biete der neue Verbund die rasche Überleitung von Patienten an die Universitätsklinik oder die beteiligten Krankenhäuser, heißt es weiter.  

Als Vorteile für Patienten nennen die beteiligten Krankenhäuser vor allem folgende Punkte:

  • Überleitung kritischer Patienten an das Universitäts-Krebszentrum Göttingen.
  • Zweitmeinungsmöglichkeit für die Krankenhäuser des Verbundes.
  • Möglichkeit der konsiliarischen Vorstellung im Krebszentrum Göttingen.
  • Leitlinienkonforme, gemeinsam abgestimmte Therapie und Nachsorge.
  • Einbringung der Patienten in interdisziplinäre Fallkonferenzen.
  • Qualitätssicherung, beispielsweise  über Zertifizierung.
  • Patienten haben Möglichkeit der Teilnahme an aktuellen Studien.

„Der Brückenschlag zwischen Krebsforschung und Krankenversorgung zählt dabei zu den zentralen Aufgaben“, so Weller. Dort können Patienten auch an Studien teilnehmen.

Im Klinikum Göttingen sind folgende Abteilungen an dem Projekt beteiligt: Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie, Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie, Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Gynäkologie und Geburtshilfe, Hämatologie und Onkologie, Molekulare Onkologie, Neurochirurgie, Neuropathologie, Nuklearmedizin, Palliativmedizin, Pathologie, Strahlentherapie und Radioonkologie sowie Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie.

bib/UMG