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Göttingen Ortsdurchfahrt Friedland mit Dreck verschmutzt
Die Region Göttingen Ortsdurchfahrt Friedland mit Dreck verschmutzt
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19:25 08.03.2013
Von Jürgen Gückel
Hier rein: In Friedland verschmutzt Tonerde die Ortsdurchfahrt.
Hier rein: In Friedland verschmutzt Tonerde die Ortsdurchfahrt. Quelle: Hinzmann
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Friedland

Denn die 8000 Kubikmeter, die an der Sternstraße ausgehoben werden, helfen in Friedland mit, eine alte Tongrube zu verfüllen. Dazu müssen die Lastwagen des Obernfelder Bauunternehmens Schmiedekind durch den Dreck am Kuhlenrand fahren, der an den Reifenstollen hängen bleibt und sich so im ganzen Dorf verteilt.

Seit zwei Wochen geht das so. Mehrfach haben Wasserwagen der Firma Hesse die Straße sauber zu spülen versucht. „Wir versuchen wirklich alles, was geht“, sagt Bauunternehmer Thorsten Schmiedekind. Aber der Ärger bei den Anliegern, vor allem den Autofahrern, wächst.

Gerade hat der Unternehmer die Quittung eines Autofahrers über eine Vollwäsche seines Wagens zugesandt bekommen, die er begleichen solle – gleich mit der Androhung eines Rechtsstreits. Aber was, so fragt er, solle er denn  noch machen?

Mindestens eine Woche noch

Das Verfüllen der Tonkuhle ist eine der Auflagen der Abbaugenehmigung gewesen. War im vergangenen Jahr der Abraum des Eisenbahntunnels bei Neuseesen angefahren worden, ist es jetzt der Aushub auf dem Grundstück der Sternstraße. Dieser Bau war erst Ende Januar genehmigt worden. Schmiedekind konnte vorher nicht anfangen.

Wegen der noch hart gefrorenen Erde ging es in den ersten Tagen. Die Wärmeperiode weichte dann den Tonboden rund um die Kippe so auf, dass die klebrige Masse sich trotz eines eigens eingerichteten Abfahrweges nicht komplett von den Reifen löst. Erst nach und nach verteilt sich der Schmutz. So sieht die Ortsdurchfahrt denn auch aus.

Mindestens eine Woche noch, so Schmiedekind, müsse gefahren werden. Auf anderes Wetter zu warten sei wirtschaftlich unvertretbar. Der Landkreis, der die Genehmigung für die Transporte erteilte, hat versprochen, den Straßenzustand weiter zu kontrollieren.

Hier raus: Aushubarbeiten auf dem Gelände des Stern-Kinos in Göttingen.