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Göttingen Göttingen: Schleichverkehr in Geismar
Die Region Göttingen Göttingen: Schleichverkehr in Geismar
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08:00 30.11.2019
Die Verwaltung lehnt eine Blitzanlage an der Hauptstraße in Geismar ab; der Ortsrat will die Einhaltung von Tempo 50 durchsetzen. Quelle: Caspar
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Geismar

Maßnahmen zur Verkehrssicherheit haben den Ortsrat Geismar während seiner Sitzung am Donnerstag beschäftigt. Themen waren unter anderem Schleichverkehre und Radverkehr auf der Kiesseestraße.

Schleichverkehre durch das Altdorf und über die Zietenterrassen sind dem Ortsrat seit langem ein Dorn im Auge“, erklärte Ortsbürgermeister Peter Limke (SPD). Pendler aus dem Eichsfeld versuchten die Staus, die sich morgens und abends zur Zeit des Berufsverkehrs auf der Ortsdurchfahrt bildeten, zu umfahren – zum Leidwesen der Anwohner in den betroffenen Wohngebieten.

„Enorme Lärmbelästigung“

Auf den Zietenterrassen hat die Verwaltung auf Drängen des Ortsrats zwei Wochen lang die Geschwindigkeit von Fahrzeugen auf der Grete-Henry-Straße gemessen. 25 500 Fahrzeuge seien dort in dieser Zeit mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 31 Kilometern in der Stunde unterwegs gewesen, teilte die Verwaltung mit. 6553 Fahrzeuge seien zwischen 31 und 40 Kilometern pro Stunde gefahren, 586 Fahrzeuge noch schneller. Für eine Tempo-20-Zone sei das zu viel, erklärte Ratsfrau Annette Meyer (SPD). Überhöhte Geschwindigkeiten auf dem dort verlegten Kopfsteinpflaster führten zu einer „enormen Lärmbelästigung“, ergänzte der Ortsbürgermeister.

Pflasterkissen Am Rischen

Auch mit der Ausweichstrecke durchs Altdorf befasste sich der Ortsrat. Er forderte auf Antrag von Rot-Grün Am Rischen zwischen Haupt- und Kampstraße ein Pflasterkissen auf die Fahrbahn. Das mache die Strecke für Autofahrer unattraktiv, behindere aber Busse, Rettungswagen und Traktoren nicht, so der Ortsbürgermeister. Auf der Mitteldorfstraße Ecke Kerlsgasse hat der Bauhof auf Initiative der CDU eine behindertengerechte Querungshilfe geschaffen. Die Durchfahrt der Holzgasse will der Ortsrat durch Pfosten oberhalb des Apothekenparkplatzes verhindern.

Blitzer an der Hauptstraße

Die Kommunalpolitiker streben zudem eine Beruhigung des Verkehrs auf der Ortsdurchfahrt an. Die Forderung nach einem Blitzer an der Hauptstraße, Höhe Bäckerei Küster, lehnte die Verwaltung jedoch ab. Dort würde bereits eine Fußgängerampel und eine Bushaltestelle zum langsamen Fahren zwingen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit liege bei 35 Kilometern pro Stunde in beiden Richtungen. Die Polizei stelle keine Häufung von Unfällen fest. Deshalb sei die 100 000-Euro-Investition in eine stationäre Anlage nicht angemessen. Das schließe regelmäßige Tempomessungen nicht aus. Wie sich der Verzicht auf Bushaltebuchten auf den Verkehr ausgewirkt hat, will die Verwaltung während der Januarsitzung des Ortsrats berichten.

Streckenweise Tempo 30

Zur Verkehrssicherheit von Radfahrern auf der Kiesseestraße gab die Stadt mehrere Stellungnahmen ab. Eine Trennung von Fuß- und Radverkehr zwischen Stadtstieg und Hinter dem Knick sei nur im Zuge eines Komplettumbaus möglich. Alternativ lasse sich der Radverkehr in diesem Bereich auf der Fahrbahn führen. Im Zuge von Sanierungsmaßnahmen im kommenden Jahr werde eine Schutzstreifenmarkierung zwischen Auf dem Paul und Hauptstraße (Fahrtrichtung bergauf) aufgebracht, die vorhandene Mittelmarkierung verschwinde.

Die Verwaltung will auf der Kiesseestraße zwischen Großcurtstraße und Schulweg Tempo 30 ausweisen. Der Ortsrat hatte das auf der gesamten Strecke gefordert. Das sei auf einer Straße, die dem Durchgangsverkehr diene, nicht möglich, meinte die Verwaltung. Sie lehnte zudem eine Mittelinsel auf Höhe der Großcurthstraße ab, weil dort dann acht Bäume gefällt werden müssten. Zudem werde die Kiesseestraße dort morgens kaum von Fußgängern gequert. „Es geht uns auch mehr um die Radfahrer“, kommentierte das Ratsherr Thomas Harms (Grüne).

Von Michael Caspar

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