Ortsrat Grone: In kleinem Baugebiet soll auch ein Kindergarten entstehen
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Göttingen In kleinem Baugebiet soll auch ein Kindergarten entstehen
Die Region Göttingen In kleinem Baugebiet soll auch ein Kindergarten entstehen
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08:00 29.02.2020
Alte Industriegebäude werden in Grone gerade abgerissen. Hier sollen Wohnungen entstehen.
Alte Industriegebäude werden in Grone gerade abgerissen. Hier sollen Wohnungen entstehen. Quelle: Christina Hinzmann
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Göttingen/ Grone

Im Ortsrat wurden jetzt der geänderte Bebauungsplan für das Gebiet und der städtebauliche Vertrag mit dem Investor vorgestellt.

Der alte Bebauungsplan muss geändert werden, weil nur dann Wohnungen auf dem ehemaligen Gelände der Firma Wienstroth Motoren gebaut werden können. Der alte Plan sieht hier ein Mischgebiet mit gewerblicher Nutzung vor, aber keine reine Wohnbebauung, erklärte Bauplaner Stefan Bolli im Ortsrat. Der Geltungsbereich des neuen Plans umfasst das Gebiet von der Lichtenwalder Straße bis zum Hasenweg, die westliche Begrenzung sind verschiedene Wohnhäuser am Iltisweg. Im Osten ist das Gebiet begrenzt durch die Martin-Luther-Straße, ergänzt um Teilflächen des MTV Grone, so Bolli.

Das Wienstroth-Gelände hat der Investor Sebastian Daume bereits erworben. Hier sollen Geschosswohnungen entstehen, in fünf trapezförmigen Wohnhäusern, die in den Höhen gestaffelt sein werden, nach Westen hin abnehmend. Zwischen den Neubauten sind nur wenige Stellplätze geplant, die Gebäude bekommen eine Tiefgarage, so Bolli.

Gärten bleiben erhalten

Auch im weiteren Plangebiet sind künftig Tiefgaragen möglich, ebenso Aufstockungen bei vorhandenem Wohnungsbau. Die Grünfläche zwischen dem ehemaligen Wienstroth-Gelände und dem Hasenweg, auf der sich private Gärten befinden, wird künftig auch als eine solche Gartenfläche ausgewiesen. Bislang erbaute Lauben genießen Bestandsschutz, künftig werden nach dem Bundeskleingartengesetz nur noch Lauben mit höchstens 24 Quadratmetern zulässig sein, so der Planer.

Seine Fraktion sei mit dem Plan zufrieden, sagte Bernd Grunwald, Fraktionsvorsitzender der SPD im Ortsrat Grone. „Wir hätten uns zwar auch ein Umweltgutachten gewünscht“, aber da die SPD den Wohnungsbau hier in Grone unbedingt wolle, solle es möglichst keine Verzögerungen mehr geben. Angesprochen wurde von Ortsratsmitgliedern auch das Problem des hohen Grundwasserspiegels in dem Gebiet. Wie sich das mit einer Tiefgarage vertrage? Daume als Investor bestätigte, dass das ein Problem sei, aber gelöst werden könne. „Wir bauen ein kleines Boot“, umschrieb er die Bauvariante. Der Auslegung des Bebauungsplans stimmte der Ortsrat ohne Gegenstimme zu.

So schnell wie möglich starten

Daume möchte so schnell wie möglich anfangen zu bauen. Auch der notwendige städtebauliche Vertrag zwischen Stadt und Investor wurde dem Ortsrat vorgestellt. Sehr zufrieden mit diesem Vertrag zeigte sich Ortsbürgermeisterin Birgit Sterr. Es seien wie gewünscht Fahrradstellplätze festgelegt, ebenso wie Kinderspielplätze und Dachbegrünung. „Das gefällt uns alles sehr gut“, so Sterr.

Einziges Problem bei dem ganzen Vorhaben: das Grundstück für die geplante Kita gehört der Realgemeinde Grone. Daume will hier nur bauen, wenn er das Grundstück kaufen oder er es in Erbpacht bekommen kann. Und bislang sind die beiden Parteien noch nicht zu einer Einigung gekommen. Verkaufen möchte die Realgemeinde wohl gar nicht und über die Bedingungen der Pacht gibt es keine Einigung. In der nächsten Woche tagt die Realgemeinde und der Investor hofft, dass es dann für beide eine annehmbare Lösung gibt.

Auf dem ehemaligen Sportgelände des MTV-Grone soll ein Kindergarten entstehen. Quelle: Christina Hinzmann

Entstehen soll eine viergruppige Kita mit zwei Kindergartengruppen und zwei Krippengruppen. Das „Paket ist nur mit Kita rund“, sagte Daume. Sollte er das Grundstück nicht pachten können, wird der Kindergarten nicht gebaut. Das ist auch so in dem städtebaulichen Vertrag vorgesehen, dem der Ortsrat am Donnerstagabend einstimmig zustimmte. Die Wohnungen werden in jedem Fall gebaut.

Von Christiane Böhm

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