Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Ortsrat fühlt sich „missachtet und verkaspert“
Die Region Göttingen Ortsrat fühlt sich „missachtet und verkaspert“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:12 01.09.2009
Planungsskizze: So könnte die neue Weender Festhalle aussehen, wenn sie fertiggestellt ist.
Planungsskizze: So könnte die neue Weender Festhalle aussehen, wenn sie fertiggestellt ist. Quelle: Stadt Göttingen
Anzeige

Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD) hingegen habe zugesichert, dass die neue Festhalle „in enger Abstimmung mit den Weendern“ gebaut und gestaltet wird, erinnert Vaupel an erste Gespräche zum Abriss der alten Halle. An ihrer Stelle soll ein Multifunktionsgebäude entstehen: mit Klassen- und Betreuungsräumen für die nahegelegene Schule am Tannenberg, mit einem Hort und mit einer Mensa – auch für die angrenzende Grundschule. Letztere soll in einer Halle Platz finden, die in schulfreier Zeit als Fest- und Veranstaltungssaal genutzt werden kann. Finanziert wird das 4,9 Millionen teure Projekt überwiegend aus dem Konjunkturprogramm des Bundes.

Als die Pläne reiften, habe der Ortsrat mehrfach konkrete Änderungswünsche geäußert, so Vaupel. Abschließend seien diese aber nur in zwei Punkten berücksichtigt worden: Die Getränkeausgabe wurde von der Bühne weg weiter in Richtung Eingang verlegt. Zudem soll es flexible Trennwände für eine Raumteilung geben. Am meisten stört den Ortsrat die „viel zu niedrige Decke“. Vier Meter hoch soll sie werden, in einem 10,60 Meter breiten und 40 Meter langen „Schlauch“. Die Weender hatten fünf Meter gefordert, 4,50 Meter seien eigentlich zugesagt worden. Vor allem über der erhöhten Bühne seien viel zu wenig, so Vaupel.

Lichtschacht bis zum Dach

Das habe auch die GWG erkannt. Sie hatte auf Wunsch des Ortsrates Vorgaben erarbeitet, unter denen die Halle besser und gewinnbringend vermarktet werden könnte. Ihre Vorschläge: ein hoher freier Raum über dem Bühnenbereich bis zum Dach oberhalb des ersten Stockwerkes – zum Beispiel für Lichtanlagen. Und größere sowie zusätzliche Doppeltüren im Bühnenbereich, um Technik störungsfrei rein- und raustragen zu können. Für den hohen Bühnenraum müsste aber ein Klassenraum weichen.

Nichts sei in den Plänen wieder aufgetaucht, so Vaupel. Seine Sorge: Ist die Bühne nur eingeschränkt nutzbar, „wäre das das Aus für unsere Kulturtage und großen Bälle“. Nach ersten „Versprechen“ an die Weender ziehe die Verwaltung offenbar jetzt nur noch einen Schulerweiterungsbau durch. „Wir werden missachtet und verkaspert“, so Vaupel. Und: „Wenn wir nicht aufpassen, macht der Oberbürgermeister bald auch unser Freibad für immer dicht.“

Von Ulrich Schubert

Göttingen Zahl der Arbeitslosen im August leicht rückläufig - Arbeitslosenquote rund um Göttingen bei neun Prozent
01.09.2009
Göttingen Wettbewerb in Güntersen - Feuer im Dachstuhl
01.09.2009