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Göttingen Ostafrika-Projektwoche am Göttinger Hainberg-Gymnasium Junior
Die Region Göttingen Ostafrika-Projektwoche am Göttinger Hainberg-Gymnasium Junior
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15:30 07.06.2019
Schüler der fünften und sechsten Klassen des Hainberg-Gymnasiums Junior präsentieren die Ergebnisse der Ostafrika-Projektwoche. Quelle: Hartwig
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Göttingen

Das Hainberg-Gymnasium ist seit 1993 Unesco-Projektschule und ist dafür 2016 vom damaligen Bundespräsidenten als „Lernort mit Auszeichnung“ geehrt worden. Im Rahmen dieses Unesco-Profils hat das Hainberg-Gymnasium Junior in der vergangenen Woche gemeinsam mit der Ewaka-Foundation zum zweiten Mal seit 2017 für seine fünften und sechsten Jahrgänge eine Ostafrika-Projektwoche organisiert. In der Schule vor Ort waren acht Musiker und Tänzer aus Uganda sowie vier deutsche Ewaka-Mitarbeiter. In allen zehn Klassen haben sie über vier Tage Workshops im Trommeln, Tanzen, Kochen, Basteln und zur Landeskunde veranstaltet. Bei der Präsentation am Donnerstagabend hat jede Klasse eine Kostprobe ihres Könnens gezeigt.

Ostafrika-Projektwoche am Göttinger Hainberg-Gymnasium Junior

Austragungsort war die Sporthalle der Schule an der Immanuel-Kant-Straße. Eltern, Geschwister, Verwandte und Freunde der aufführenden Schüler waren eingeladen und sorgten neben einer guten Stimmung während der Veranstaltung auch für ein gelungenes Beiprogramm mit kaltem Buffet. Zur Aufführung kamen in der Sporthalle die Ergebnisse aus den Workshops zum Tanzen und Trommeln.

Kultur Ostafrikas kennenlernen

Der Verein Ewaka Deutschland sowie seine Partnerorganisation Ewaka Foundation in Uganda haben es sich zur Aufgabe gemacht, den interkulturellen Austausch von Deutschland und Ostafrika zu fördern. Beide Vereine setzen sich für eine Verbesserung von Lebensqualität und Gesundheit sowie für eine sinnvolle Freizeitgestaltung ein, und möchten darüber hinaus weitere pädagogische und soziale Aufgaben erfüllen. Um dieses Ziel zu verwirklichen, ist ein Schulprogramm im Rahmen einer Ostafrika-Projektwoche entwickelt worden, bei dem die Schüler deutscher Schulen in verschiedenen Workshops Kultur und Lebensumstände kennenlernten und sich mit sozialen Themen auseinandersetzen.

Vor Ort in Uganda hat sich das Projekt der Aufgabe gewidmet, in verarmten Bezirken, Slums oder auf der Straße lebende Kinder aufzunehmen und diese zu fördern. Der Weg aus der Armut ist dabei das erste Ziel. Den Kindern soll auf diesem Weg ein Heim und Geborgenheit geboten werden. Das Ewaka-Projekt will aber nicht nur ein Zuhause, sondern auch ein Ort der Bildung und Selbstversorgung sein. Kinder und Jugendliche sollen die Chance erhalten, erste berufliche Erfahrungen zu sammeln. In diesem Sinn ist in der eigenen Bildungsstätte bereits eine Computerschule errichtet worden. Der Bau einer Näherei und einer Schreinerei steht in der Zukunft an. In puncto Selbstversorgung hat Ewaka auf seinem Grundstück in Jinja eine Obst- und Gemüseplantage sowie eine Hühnerfarm errichtet.

Jedes Jahr ein interkulturelles Projekt

„Das Ewaka-Schulprojekt passt hervorragend zu unserer Schule“, betonte Angelika Reese. Vor der Aufführung am Donnerstagabend gab die stellvertretende Schulleiterin des Hainberg-Gymnasiums einen Überblick über das internationale Engagement der Schule als Unesco-Projektschule. Eine Schule in Tansania sei dabei, weitere Patenschaften habe man in Weißrussland, Bolivien und Südkorea. Ewaka setze interkulturelle Begegnung auf Augenhöhe um, Bildung erfolge dabei über das Vermitteln von Traditionen Ostafrikas, so Reese. Das Ewaka-Schulprojekt ist mittlerweile im Schulleben eingeplant. Im Rahmen der Unesco-Projektschule fände ohnehin bereits alle zwei Jahre ein Projekttag statt, so Reese. Im Wechsel mit dem Ewaka-Schulprojekt sei es nun möglich, in jedem Schuljahr ein interkulturelles Projekt anzubieten.

Von Markus Hartwig

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