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Göttingen Osterode und Göttingen bleiben im Gespräch
Die Region Göttingen Osterode und Göttingen bleiben im Gespräch
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06:17 23.03.2012
Von Gerald Kräft
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Herzberg

Beteiligt waren neben dem Göttinger Landrat Bernhard Reuter (SPD) und dem Osteroder Ersten Kreisrat Gero Geißlreiter (CDU) auch der Oberbürgermeister der Stadt Göttingen Wolfgang Meyer (SPD). Am 25. April soll das erste „Drei-plus-eins-Gespräch“ der Landkreise Osterode, Göttingen und Northeim sowie der Stadt Göttingen stattfinden.

Reuter habe ein klares Bekenntnis zum „Band der Solidarität“ in Südniedersachsen abgelegt, heißt es in einer Mitteilung. Es seien gerade auch die Menschen aus den Kreisen Osterode und Northeim, die das Oberzentrum Göttingen als Fachkräfte, Kunden, Besucher oder Patienten aufsuchten. Auch Geißlreiter habe unterstrichen, dass der Landkreis Osterode eine starke Ausrichtung nach Göttingen habe.

Bürgernahe Angebote

Einig waren sich Reuter und Geißlreiter, dass bei einer Fusion die vom Land in Aussicht gestellte Teilentschuldung erreicht werden soll. Bis zum 31. März 2013 müsse daher entschieden werden, ob es eine Fusion geben solle – das Wie und den Termin selbst könne danach in Ruhe unter Beteiligung des Innenministeriums ausgehandelt werden. Die Fusionseckpunkte der Kreise seien  weitestgehend kompatibel: So legten beide großen Wert auf bürgernahe Angebote in der Fläche. Er unterstütze die südniedersächsische Fusionslösung, halte aber am Status der Stadt fest, erklärte Meyer. Es gebe eine gewachsene und enge Verflechtung der umliegenden ländlichen Bevölkerung zur Stadt.

Der Finanzausgleich zwischen Stadt und Kreis Göttingen soll im Falle einer Fusion überarbeitet und mit den drei Landkreisen und der Stadt gemeinsam neu verhandelt werden. Reuter: „Mir ist deutlich geworden, dass bei einer Fusion alle Partner gewinnen müssen und können.“ Durch Entschuldungshilfe und langfristig niedrigere Personalkosten pro Einwohner werde der Handlungsspielraum für Zukunftsprojekte vergrößert. Geißlreiter verwies auf einen niedrigeren Kreisumlagesatz in Osterode nach einer Fusion. Den Wunsch von Innenminister Uwe Schünemann (CDU) nach einer Harzkreisfusion von Osterode und Goslar lehnten Gesprächsteilnehmer als „unerwünschte Einmischung in die kommunale Selbstverwaltung“ ab.