Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Wasser im Sparkassenkeller
Die Region Göttingen Wasser im Sparkassenkeller
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 02.09.2017
Der Sparkassenneubau am Groner Tor soll 2018 bezugsfertig sein.Christina Hinzmann
Göttingen

„Da hat jemand am falschen Hahn gedreht.“ Mit diesen Worten hat EBR-Geschäftsführer Borzou Rafie Elizei den Wassereinbruch im Neubau der Göttinger Sparkasse am Groner Tor erklärt. Dort war am vergangenen Freitag 20 Minuten lang Frischwasser in den Keller gelaufen.

80 Zentimeter hoch soll das Wasser im Gebäude gestanden haben, war am Dienstag im Umfeld des Sparkassenzweckverbandes zu hören. Große Schäden und lange eine Bauverzögerung waren befürchtet worden. Tatsächlich lag der Wasserstand im Keller bei zehn Zentimetern, der finanzielle Schaden halte sich in Grenzen. „Wir reden hier von keiner Katastrophe“, betonte Rafie am Mittwoch auf Nachfrage. Das sei einfach „ein Versicherungsschaden“, wie es Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) als Geschäftsführer des Sparkassenzweckverbandes nannte. Entstanden ist das Problem außerhalb der Baustelle durch Arbeiten am Trinkwasser-Hausanschluss. So habe ein von den Göttinger Stadtwerken beauftragter Unternehmer die Leitungen auf dem Gelände nicht wie vorgesehen mit entsprechenden Endkappen versehen, erklärte Stadtwerke-Sprecherin Claudia Weitemeyer. Als an anderer Stelle der Schieber geöffnet wurde, lief das Wasser für etwa 20 Minuten in den Rohbau am Groner Tor.

80 Zentimeter Wasserstand seien tatsächlich erreicht worden, ergänzte Weitemeier – allerdings nur im Aufzugsschacht, dem tiefsten Punkt des Gebäudes. In der Fläche seien es aber nur etwa zehn Zentimeter gewesen. Die benachbarte Hotelbaustelle und die neue Tiefgarage waren vom vorübergehenden Hochwasser gar nicht betroffen.

„Glücklicherweise ist der Wassereinbruch am Freitagnachmittag noch von einem Mitarbeiter bemerkt worden“, so Rafie. Wäre das Wasser über das gesamte Wochenende geflossen, hätte man sich jetzt ganz andere Gedanken machen müssen. So aber seien lediglich einige Baustoffe betroffen, die von den Baufirmen im Keller gelagert waren. Im Weiteren gehe es in dem betroffenen Bereich vorrangig um die Trocknung. Anders als bei einer Überschwemmung habe man es aber glücklicherweise mit sauberem Wasser zu tun, so dass eine Reinigung der Flächen entfällt.

Er rechne mit einer Verzögerung von maximal sieben bis zehn Tagen. Aber auch hier gibt sich Rafie gelassen: „Mit den übrigen Arbeiten liegen wir im Zeitplan.“

Auch dazu soll es im Umfeld der Verbandsversammlung am Dienstag anderslautende Aussagen gegeben haben. Die Arbeiten seien 16 Wochen im Verzug.

Von Markus Scharf

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Göttingen „Indymedia“-Verbot - Vereinsverbot ohne Verein

Nach dem Verbot der linksextremistischen Internetplattform „linksunten.indymedia.org“ klagen die von Durchsuchungen Betroffenen gegen die Verbotsverfügung und die damit verbundenen Maßnahmen wie Durchsuchungen und Beschlagnahmen. Sie werden unter anderem von dem Göttinger Rechtsanwalt Sven Adam vertreten.

30.08.2017
Göttingen 18 Monate Haft nach sexueller Nötigung - Nachts Frauen in der Innenstadt überfallen

Weil er in der Nacht zum 24. September 2016 zwei Frauen in der Innenstadt überfallen hat, muss ein 20-Jähriger ins Gefängnis. Das Amtsgericht Göttingen verurteilte ihn am Mittwoch wegen sexueller Nötigung und Körperverletzung zu einer Jugendstrafe von 18 Monaten.

02.09.2017
Göttingen Debatte um Heinrich-Heine-Schule - Zu wenig Schüler für neue Oberschule

Für eine neue Oberschule in Göttingen sieht die Schulverwaltung der Stadt keinen Bedarf und damit keine Basis für eine Genehmigung durch das Land. Die CDU-Fraktion im Rat hatte vorgeschlagen, die nicht weitergeführte Heinrich-Heine-Hauptschule in Grone in eine Oberschule umzuwidmen.

02.09.2017