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Göttingen Parforcehörner erklingen in Hubertusmessen
Die Region Göttingen Parforcehörner erklingen in Hubertusmessen
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17:16 05.11.2010
Von Jörn Barke
Herbstliche Stimmung bei Kerzenschein: Hubertusmesse mit Jagdhornbläserchor in der Klosterkirche Bursfelde.
Herbstliche Stimmung bei Kerzenschein: Hubertusmesse mit Jagdhornbläserchor in der Klosterkirche Bursfelde. Quelle: EF
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In herbstlich geschmückter Kirche erklingen dabei die Parforcehörner des Chores. Diese Jagdhörner haben keine Ventile, so dass die Tonhöhe allein durch die Spannung der Lippen bestimmt wird. Die vom Bläserchor unter der Leitung von Andreas Burck-Gramcko vorgetragene Fassung der Hubertusmesse basiert auf einer Ausgabe von Jules Cantin (1874 - 1956) und wird auf Parforcehörnern in Es geblasen.

Die Hubertusmesse geht zurück auf eine Legende um den heiligen Hubertus von Lüttich. Dieser soll in seiner Jugend ein ausschweifendes Leben geführt und als wilder Jäger bekannt gewesen sein. Auf einer Jagd soll ihm dann ein weißer Hirsch mit einem strahlenden Kreuz zwischen den Geweihstangen erschienen sein, der ihn ermahnte, von seinem bisherigen Leben abzulassen und sich zum Christentum zu bekennen. Hubertus gehorchte der Legende nach der Aufforderung und wirkte fortan als Missionar. Der historische Hubertus wurde um 657 geboren, war im mittleren Maasraum missionarisch tätig und wurde Bischof von Lüttich. Er starb 727.

Der heilige Hubertus gilt als Schutzpatron unter anderem der Jäger und Schützen. Tierschützer kritisieren, dass die Kirchen mit den Hubertusmessen ihren Segen zur Jagd geben. Ihnen wird entgegengehalten, dass es bei der Jagd nicht um wahlloses Töten von Tieren gehe, sondern dass Jagd im Sinne von nachhaltiger Hege und Pflege einen verantwortungsvollen Umgang mit der Schöpfung darstelle.

Die Hubertusmesse wird am Sonnabend, 6. November, um 19 Uhr in der Klosterkirche Bursfelde und am Sonntag, 7. November, um 17 Uhr in der Klosterkirche Nikolausberg gefeiert.