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Göttingen „Nichtstun“ gegen „fake-news“
Die Region Göttingen „Nichtstun“ gegen „fake-news“
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18:34 14.02.2017
Von Christoph Oppermann
Wie geht es mit der Kreismusikschule weiter?
Wie geht es mit der Kreismusikschule weiter? Quelle: Harald Wenzel
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Landkreis

Die CDU wirft Landrat Bernhard Reuter und Kreisdezernent Marcel Riethig Untätigkeit vor, die SPD-Grünen-Freie-Wähler-Gruppe hingegen hantiert mit dem Begriff „fake-news“. In einer Pressenotiz der Unionsfraktion im Kreistag heißt es: „Die CDU-Fraktion im Göttinger Kreistag fordert Landrat Reuter (SPD) auf, endlich ein Konzept zu entwickeln, mit dem das Angebot der Kreismusikschule in der Fläche und auch für Schüler aus einkommensschwachen Verhältnissen in kommunaler Trägerschaft erhalten werden kann.“ Der Musikunterricht müsse weiter in kommunaler Trägerschaft angeboten werden, und zwar auch in den Mittelzentren Duderstadt, Hann. Münden und Osterode und auch für Schüler aus einkommensschwachen Verhältnissen. Die aktuell mangelhafte Organisationsstruktur sei so zu reformieren, dass das entstehende Defizit möglichst gering gehalten werde. Zum Schluss der Pressenotiz geht CDU-Fraktionschef Harald Noack Reuter und Riethig frontal an: „Die Missstände haben zuvorderst Landrat Reuter und Kreisrat Riethig durch ihr Nichtstun zu verantworten. Landrat Reuter ist es den Bürgerinnen und Bürgern schuldig, endlich selbst ein nachhaltiges Konzept zu entwickeln und diese Angelegenheit nicht auf Kreisrat Riethig abzuwälzen. Allen Kindern im Landkreis auch in Zukunft Zugang zum Musikunterricht zu ermöglichen, ist mir ein besonderes Anliegen.“

„Eine Schließung der Musikschule steht überhaupt nicht an und wird weder durch die Verwaltung noch durch die Mehrheitsgruppe angestrebt. Das Gegenteil ist der Fall, wenn im Beschlussvorschlag ausdrücklich ein Partner zur Weiterführung des Kreismusikschulangebots gesucht wird“, wird Reinhard Dierkes (SPD) in der Pressemitteilung von SPD, Grünen und Freien Wählern zitiert. Der Grüne Martin Worbel äußert: „Es ist für unsere Gruppe durchaus vorstellbar, dass die Kreismusikschule unter dem Dach der Volkshochschule Göttingen-Osterode neu organisiert und strukturiert wird.“ Lothar Dinges (Freie Wähler) mahnt: „Ohne strukturelle Veränderungen im Kursangebot werden wir nicht auskommen.“ Gemeinsam formulieren die Akteure: „Es ist zu befürchten, dass mit unsinnigen Äußerungen über die angeblich beabsichtigte Schließung der Kreismusikschule dieser Einrichtung massiv Schaden zugefügt wird. Und den gilt es zu vermeiden.“ Die Mehrheitsgruppe wehre sich gegen den Versuch, mit offensichtlichen „fake-news“ eine Debatte ohne faktische Grundlage anzuheizen.

Am vergangenen Montag haben die Fraktionen bereits über dieses Thema beraten, als erstes Kreistagsgremium tagt zu diesem Thema der Ausschuss für Kultur, Sport und Partnerschaften. Dieser tritt am Montag, 13. Februar, 16 Uhr, im Kreishaus, Sitzungssaal 018, zusammen.

Sie erreichen den Autor unter E-Mail c.oppermann@goettinger-tageblatt.de und auf Twitter unter @tooppermann