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Göttingen Pastoren-Treffen: Evangelischer Kirchenbezirk Hildesheim-Göttingen
Die Region Göttingen Pastoren-Treffen: Evangelischer Kirchenbezirk Hildesheim-Göttingen
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18:02 19.06.2013
Von Jörn Barke
Quelle: Archiv (Symbolbild)
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Northeim

Auf den Rückgang der Kirchenmitglieder und der Finanzmittel habe die Kirche bisher mit Optimierung und Strukturreformen geantwortet. Dieses Verfahren stehe vor der Überdehnung.

Vor allem sei es nicht geeignet, Lösungen für komplexe soziale Systeme zu schaffen. Knieling plädierte stattdessen dafür,  Gelassenheit zu zeigen, das Unvollkommene zu akzeptieren und die Tatsache, dass auch das Sterben seine Zeit hat – bei Menschen wie bei Projekten oder Gemeindegruppen. Zu einer Blütezeit gehöre eben auch eine Zeit des Abklingens, dann könne wieder etwas Neues entstehen.

Gottsucher werden sich zusammenfinden

Aufgrund von Erfahrungen in einzelnen Bereichen wagte Knieling die Prognose: An Orten mangelnder kirchlicher Präsenz werden sich Gottsucher zusammenfinden, die Bibel eigenmächtig lesen, sich inspirieren lassen, zum Gemeinwohl beitragen. Es komme darauf an, dass die Kirche solchen Menschen eine Heimat biete. An die Kirchenleitung verband Knieling damit die Aufforderung, Kontrollen zurückzufahren und Freiräume für neue Erfahrungen und Projekte zu schaffen.

Viel möglich in der Landeskirche

Arend de Vries, Vizepräsident der Landeskirche, sagte, in der Landeskirche sei schon sehr viel möglich, ohne dass Gesetze geändert werden müssten. Mit einem neuen Fonds würden zudem nun auch Projekte gefordert, deren Erfolg nicht gewiss sei. Auch Landessuperintendent Eckhard Gorka sprach sich dafür aus, „vagabundierender Religiosität“ eine Heimat zu geben: „Die Leute werden sich finden.“ Landesbischof Ralf Meister verwies darauf, dass es im ländlichen Raum eine Reihe von Beispielen für solche Initiativen gebe.