Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Pferdefleisch-Skandal: Verfügung gegen Barteroder Feinkost rechtswidrig
Die Region Göttingen Pferdefleisch-Skandal: Verfügung gegen Barteroder Feinkost rechtswidrig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:21 03.07.2013
Von Matthias Heinzel
Obsiegte vor Gericht: die Barteroder Feinkost GmbH. Quelle: Hinzmann
Anzeige
Barterode/Göttingen

Die Firma hatte Fleisch von einem niederländischen Großhändler bezogen, der auch nicht deklariertes Pferdefleisch verkauft hatte. Die Lebensmittelaufsicht des Landkreises ließ Proben von den Barteroder Produkten entnehmen, die Fleisch aus dem niederländischen Betrieb enthielten. Die Untersuchungen ergaben keinerlei Beanstandungen.

Dennoch ging der Landkreis auf Anweisung des niedersächsischen Verbraucherschutzministeriums gegen die Barteroder Feinkost vor, weil sich Unklarheiten in Bezug auf die Sicherheit des Gesamtfleisches der niederländischen Firma ergeben hätten. Der Landkreis ordnete an, alle Barteroder Produkte mit Fleisch des niederländischen Unternehmens sicherzustellen.

Waren nicht gesundheitsschädlich

Dagegen zog die Barteroder Feinkost vor Gericht. Im einstweiligen Rechtsschutzverfahren entschied das Gericht, die Anordnung sei rechtswidrig. Die betroffenen Waren seien nicht gesundheitsschädlich und nicht für den Verzehr ungeeignet. Die Endprodukte seien untersucht und für unbedenklich befunden worden.

Zwar sei das niederländische Unternehmen in den „Pferdefleischskandal“ verwickelt, für weitergehende gesundheitliche oder andere lebensmittelrechtliche Bedenken gebe es aber keine Hinweise. Vielmehr hätten sämtliche Fachleute das falsch etikettierte Pferdefleisch als gesundheitlich unbedenklich eingestuft.