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Göttingen Pfotenabdrücke aus Gips vom großen Wolf
Die Region Göttingen Pfotenabdrücke aus Gips vom großen Wolf
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16:53 10.07.2009
Skelettraum: Gisela Vogel erklärt Kindergartenkindern im Zoologischen Museum das Verhalten von Wölfen und Hunden.
Skelettraum: Gisela Vogel erklärt Kindergartenkindern im Zoologischen Museum das Verhalten von Wölfen und Hunden. Quelle: Pförtner
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Als die Kinder der St.-Martin-Kindertagesstätte aus Geismar im Museum ankommen, bekommt jedes Kind noch schnell ein Namensschildchen. Dann geht es ab zum Wolf in den Skelettraum. Alle wollen den ausgestopften europäischen Wolf streicheln, aber das lässt Gisela Vogel nicht zu. „Der ist sehr empfindlich“, erklärt die Museumsmitarbeiterin.

Dann setzen sich alle Kinder und Erwachsene auf Sitzkissen und lauschen Vogel. „Was wisst ihr eigentlich über Wölfe?“, will sie wissen. Eifrig melden sich ein paar der Kleinen. Lisa ist als erste dran und sagt: „Wölfe sind Raubtiere.“ „Die jagen kleine Tiere wie Hasen.., fügt Vivien fügt hinzu. Nachdem noch das Rudelverhalten der Tiere erklärt wird, kann es zum praktischen Teil kommen: Pfotenabdrücke aus Gips gießen. Es gibt jedoch nicht genügend Formen für die Hundepfotenabdrücke, daher müssen einige auch mit Schafen, Wildschweinen oder Rehen vorlieb nehmen.

Während die Gipsabdrücke trocknen, erklärt Vogel, wo man Wölfe noch sehen kann. Max ruft laut, „im Zoo“, aber Vogel will wissen, wo man sie in freier Natur sehen kann. „Tundra, Sibirien, USA, Kanada, Afrika...“, rufen die Kinder. Vogel erklärt, dass es Wölfe nur in den nördlichen Breiten gibt, aber nicht in Afrika. Die Kinder bekommen auch Arbeitsblätter in die Hände gedrückt. Es geht um die Sprache der Wölfe, die verschiedenen Stimmungen und Schwanzhaltungen. „Warum wedeln Hunde mit dem Schwanz?“, fragt Vogel. „Schwanzwedeln, weil sie sich freuen“, meint Nils ganz stolz.

Beruf Wachhund

Dann ist das Thema Wölfe abgehakt. Die Hunde sind dran. Als erstes will Vogel wissen, „was kennt ihr denn für Hunderassen?“ „Dalmatiner, Labrador und Berner Sennhund“, sagt Marie. Daraufhin erklärt Gisela Vogel Vorzüge und Nachteile verschiedener Hunderassen. „Welche Hundeberufe kennt ihr denn?“, möchte Vogel am Ende wissen. Ganz schnell ist der Finger von Lisa wieder oben. „Wachhund“, sagt sie, und Vivien ruft noch „Jagdhund“.

Lilli spricht noch „von Hunden, die den Menschen über die Straße helfen“ – Blinden- und Behindertenhunde. Vogel erklärt den KIndern, dass „ein Haushund fast wie ein Familienmitglied ist“. Dann dürfen die Kinder ihre Gipsabdrücke abholen.

Wer Lust auf eine weitere Ferienveranstaltung des Zoologischen Museums hat, der sollte am Donnerstag, 23. Juli, zu den Ferienangeboten „Wer hat Angst vor Spinnen?“ oder am Donnerstag, 30. Juli, zu „Wo ist das Knie beim Pferd?“ gehen. Es gibt noch freie Plätze. Anmeldungen montags bis freitags 9 bis 10 Uhr und 14 bis 15 Uhr unter Telefon 0551/395463.

Von Josefine David