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Göttingen Phil lässt grüßen
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14:53 23.03.2018
Uwe Graells
Uwe Graells Quelle: Hinzmann
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Göttingen

Danke, „Phil“, dass Du in diesem Jahr einen Schatten geworfen hast. Winter über Winter. Es reicht. Auch wenn sich der ein oder andere über weiße Festtage freut – es sind die falschen.

Hauptdarsteller Bill Murray hängt in dem Film aber nicht nur in Punxsutawny fest, sondern auch in einer Zeitschleife und erlebt jeden Morgen den immer gleichen Start in den Tag. Quasi ein Dauer-Déjà-Vu. Das gibt es aber nicht nur in Pennsylvania.

Nein, ich meine jetzt nicht das EAM-Gerippe an der Kasseler Landstraße. Darüber macht man keine Witze mehr. Aber wer in diesen Tagen die

Quelle: ugr

Güterbahnhofstraße entlang fährt, der erschrickt förmlich, wenn man in Richtung Bahnbrücke rollt nach rechts schaut. „Mensch. Güntzler“. Ja, Sie lesen richtig, Fritz Güntzler wirbt auf einem riesigen Plakat um die Gunst des Wählers. Dabei ist die Bundestagswahl doch schon seit einem halben Jahr Geschichte. Und in den vergangenen Wochen hingen dort ganz andere Plakate. Warum also bucht der gewählte CDU-Mann die Schautafel?

These eins: Er ist sich sicher, dass die Groko nur bis zum Sommer hält und Neuwahlen kommen. These zwei: Güntzler hat die Werbefläche bereits gebucht, als die Jamaika-Sondierung anstand. Dann wäre vermutlich jetzt die heiße Wahlkampfphase und er wäre überall präsent. These drei: Güntzler will den Wahlkreis direkt gewinnen und kämpft in einer Zeit, in der es keine Gegenkandidaten gibt. These vier: Es waren noch Plakate übrig – und was weg muss, muss nun mal weg.

Ein Déjà vu ganz anderer Art flatterte mir in dieser Woche auf den Schreibtisch. Ein Strafmandat aus Holland. Nun ist das an sich nichts Ungewöhnliches und passiert vermutlich Millionen von Autofahrern im Jahr. Das Ticket hat es aber in sich. Achtung: 60 Euro für einen fehlenden Parkschein in der Jan Tooropstraat in Veere. So weit, so schlecht. Datum des Vorfalls: 15. Mai, 2016, 16.07 Uhr. Sie lesen richtig. Fast zwei Jahre dauert es also, bis eine holländische Behörde einen Strafzettel bearbeitet. Da die so Fußball spielen, wie ihre Verwaltung arbeitet, ist es kein Wunder, dass Robben und Co einen freien Sommer haben. Ich werde mal Widerspruch einlegen. Das bringt mir mindestens vier weitere Jahre Zeit.

Zurück zu „Phil“. Seit 1887 gibt es in Punxsutawny das Murmeltierereignis. Nur ganze 16mal warf „Phil“ keinen Schatten. Bei solch schlechten Prognosen hätte ich das Viech schon längst erschossen. Und zum Phantom-Wahlkampf von Fritz Güntzler fallen Ihnen vielleicht noch weitere Thesen ein. Immer her damit.

Ein schönes Wochenende wünscht

Ihr

Uwe Graells

Sie erreichen den Autor unter

E-Mail: u.graells@goettinger-tageblatt.de

Twitter: @uwegraells

Facebook: https://www.facebook.com/uwe.graells

Von Uwe Graells

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