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Göttingen Pilotprojekt für Göttingens Süden: Parkplätze zu Sitzmöglichkeiten
Die Region Göttingen Pilotprojekt für Göttingens Süden: Parkplätze zu Sitzmöglichkeiten
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00:19 28.05.2019
Pilotprojekt mit „Strahlkraft“. Quelle: CH
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Göttingen

Parkplätze zu Sitzmöglichkeiten – im Brauweg hat die Stadtverwaltung eine Empfehlung aus dem vor zwei Jahren erstellten Nahmobilitätskonzept für die Göttinger Südstadt umgesetzt.

Dort, wo noch vor gut einer Woche noch ein Pkw-Stellplatz war, steht heute etwa auf Höhe der Hausnummern 7 und 9 eine Sitzbank. Anwohnerin Ursula Reichelt wundert sich: Der Brauweg leide schon immer an zu wenigen Parkplätzen für Anwohner und jetzt sei – quasi über Nacht – einer der wertvollen Plätze nicht mehr da. „Es zählt hier jeder Platz“, berichtet Reichelt stellvertretend für die Brauweg-Anwohner. Sie benötigten dringend Parkplätze.

Aufenthaltsqualität stärken“

Verwaltungssprecher Dominik Kimyon hält dagegen und erläutert die Beweggründe der Verwaltung, genau dort eine Bank aufzustellen. Sie sei Teil des Nahmobilitätskonzepts, dessen Ziel es ist, „die Wegebeziehungen im Stadtteil für den nichtmotorisierten Verkehr“ zu verbessern, die Verkehrssicherheit zu erhöhen, die Aufenthaltsqualität zu stärken und damit die Attraktivität des öffentlichen Raumes zu steigern. Anforderungen von Senioren sei dabei einer von mehreren Themenschwerpunkten gewesen.

„Als Initialprojekt wurde dafür der Brauweg ausgewählt“, erläutert Verwaltungssprecher Dominik Kimyon. Quelle: R

„Als Initialprojekt wurde dafür der Brauweg ausgewählt“, erläutert Kimyon. Initialprojekte seien solche, „die eine möglichst große Strahlkraft auf die weitere Förderung der Nahmobilität in der Göttinger Südstadt sowie im gesamten Stadtgebiet haben sollen“. Der Brauweg sei „als wichtige Fußwegverbindung“ für Senioren etwa zur nächsten Bushaltestelle oder zum nächsten Nahversorger ausgemacht. Und: „Der Brauweg eignet sich aufgrund des vergleichsweise geringen Parkdrucks und der hohen Bedeutung für den Fußverkehr als Pilotprojekt.“

Staubig und klebrig

„Hätte man die Anwohner gefragt, was nicht passiert ist, wäre sicherlich ein wesentlich besseres Plätzchen für eine Sitzmöglichkeit in der Nähe gefunden worden“, kommentiert Reichelt. Denn: Hinzukomme, „dass auf beiden Seiten der Bank Lindenbäumen stehen die im Frühjahr gelben Blütenstaub- und danach für den Rest des Jahres Ihren klebrigen Saft abgeben, sodass sich kein Mensch auf die Bank setzten kann“, schildert Reichelt. „Diese müsste also jeden Tag mehrmals gereinigt werden, um ihren Nutzen – der an dieser Stelle allerdings nicht erkennbar ist – erfüllen zu können.“

Nahmobilitätskonzept für die Göttinger Südtsadt Quelle: R

Das Nahmobilitätskonzept wurde von der Ratspolitik in diversen Ausschüssen auf den Weg gebracht, durch eine Bürgerbeteiligung erarbeitet und dann politisch beschlossen. Inhaltlich geht es in dem 30-seitigen Konzept vor allem um die Förderung der Aufenthaltsqualität und des Rad- und Fußverkehrs. Nahmobilität betrifft vor allem die Wege zum Büro, zur Arbeit oder zur Schule, mit dem Rad oder zu Fuß, aber auch in Verbindung mit dem öffentlichen Personennahverkehr.

Widerstand im Viertel

Eine erste Bürgerwerkstatt zum Konzept und ein Planungsspaziergang durch die Südstadt hat bereits im September 2016 stattgefunden. Aus einer anschließenden Kinder- und Jugendbeteiligung wurden nach Angaben der Verwaltung 445 Fragebögen ausgewertet.

Gegen eine Maßnahme aus dem Nahmobilitätskonzepts hatte es im vergangenen Jahr Proteste gegeben: Die Verbreiterung des Rad- und Fußweges zwischen Jahnstraße und Freibad Brauweg in der Südstadt hatte zu Widerstand im Viertel geführt.

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E-Mail: m.brakemeier@goettinger-tageblatt.de

Twitter: @soulmib

Facebook: michael.brakemeier

Von Michael Brakemeier

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