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Göttingen Pinocchio begeistert in der Göttinger Stadthalle
Die Region Göttingen Pinocchio begeistert in der Göttinger Stadthalle
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00:17 31.12.2017
Das Bochumer Theater Liberi präsentiert in der Göttinger Stadthalle „Pinocchio – das Musical" in einer modernen Version für die ganze Familie. Quelle: Mischke
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Götttingen

Pinocchios Suche nach Menschlichkeit treibt ihn zu wundersamen Abenteuern und ist als Musical für die gesamte Familie konzipiert.

Der Italiener Carlo Collodi erfand die Figur des Pinocchio, den der Holzschnitzer Geppetto aus einem Holzscheit herausgearbeitet hatte, bereits im 19. Jahrhundert. Die lebenshungrige Wunderpuppe kann zwar sprechen, weiß aber, einem heranwachsenden Kind gleich, wenig über die Welt und über den Unterschied zwischen Gut und Böse, Fleiß und Bequemlichkeit, Wahrheit und Lüge. Die Besucher in der gut gefüllten Stadthalle erleben ein hervorragend aufgelegtes Ensemble, das sowohl in den Sprechrollen als auch in den Gesangsparts wunderbar harmoniert. Dazu trägt auch die abwechslungsreiche Musik der Komponisten Christoph Kloppenburg und Hans Christian Becker bei, die den teils sehr intensiv gespielten Szenen einen würdigen Rahmen bietet. Die Reaktionen der kleinen Besucher sind äußerst verhalten, was der unglaublichen Spannung zuzuschreiben ist. Wie gebannt staunend und mit weit aufgerissenen Augen verfolgen die meisten Kinder das mitunter etwas laute Stück. Da sind Schrecksekunden vorprogrammiert.

Das Bochumer Theater Liberi präsentiert in der Göttinger Stadthalle „Pinocchio – das Musical“ in einer modernen Version für die ganze Familie.

Die Kinder fühlen sichtlich mit der Holzpuppe, die von Maik Dehnelt liebevoll dargestellt wird. Die treue Grille, erfrischend frech von Elisa Pape gespielt, und die nachsichtige blaue Fee (Jana Flaccus), helfen ihm, wenn er auf hinterlistige Gauner trifft und in gefährliche Situationen gerät. Groß ist das Staunen, als Pinocchio zum ersten Mal lügt und der Fee weismachen will, er habe die Schule besucht. Durch einen technischen Kniff verlängert sich seine Nase auf die doppelte Länge. Blauäugig und naiv stürzt er sich in dem farbenfroh gestalteten und äußerst flexibel umbaubaren Bühnenbild von einem Abenteuer ins nächste. Die Aufregung der jungen Besucher ist groß, als Pinocchio Direktor Feuerfresser und seinem Puppentheater folgt und im Wortsinn verheizt werden soll. Dieses Schicksal kann gerade noch durch seine anrührende Geschichte abgewendet werden. Selbst Feuerfresser, polterig und mit Jack-Sparrow-Attitüde dargestellt von Rick Middelkoop, der auch den Geppetto spielt, entwickelt Empathie für die Puppe.

In der Pause berichtet Luke (9), der aus Bad Münder in Göttingen zu Besuch ist, dass ihm die Grille am besten gefallen habe. „Die hilft nämlich dem Pinocchio, denn der ist ja ein bisschen verrückt“, sagt er. Lilly (8) aus Göttingen ist mit ihrem Cousin und den Großeltern in die Vorstellung gekommen. Sie ist besonders beeindruckt, dass der Holzpuppe beim Lügen tatsächlich die Nase gewachsen ist. Cousin Fabian (6) findet es toll, als der Fuchs und der Kater Pinocchio fünf Goldstücke abgaunern wollten. Und warum? „Das ist wie bei Star Wars, meiner Lieblingsserie“, antwortet der Junge keck, „da klauen sie auch.“

Menschliche Wesenszüge

Immer menschlicher werden die Wesenszüge der Holzpuppe im Verlauf des Stücks, immer gefühlvoller seine Reaktionen auf die Ereignisse um ihn herum. Als eines Tages sein treusorgender und liebevoller Vater Geppetto, den er Papa nennt, verschwindet, bricht Pinocchio augenblicklich auf, um ihn zu retten. Erst danach erfüllt sich in einer rührenden Schlussszene sein großer Traum, ein echter Junge zu sein. Seine erste Erkenntnis: „Es fühlt sich komisch an, wenn man sich um jemanden sorgt.“ Danach stürzen sich die Kids auf ihre Helden, die im Foyer zur Autogrammstunde eingeladen hatten.

Von Christoph Mischke

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