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Göttingen Schwerlastverkehr durchs Ostviertel?
Die Region Göttingen Schwerlastverkehr durchs Ostviertel?
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00:15 30.05.2017
Von Matthias Heinzel
Die Piraten/Die Partei-Ratsgruppe befürchtet eine Ausweitung des Verkehrs unter anderem des Hohlweges „Am Klausberge“. Quelle: Mischke
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Göttingen

Weil wegen eines größeren Bauprojekts der Wohnungsgenossenschaft Göttingen die Kanalisation am Nikolausberger Weg saniert werden muss, könnte eine Fahrbahnsanierung zu höheren Geschwindigkeiten führen.

Derzeit befindet sich die Asphaltdecke in einem schlechten Zustand und erlaubt keine hohen Geschwindigkeiten. Gruppensprecher Francisco Welter-Schultes: „Wir befürchten, eine Fahrbahnerneuerung könnte die Fahrgeschwindigkeit erhöhen, sofern keine Gegenmaßnahmen getroffen werden.“

Noch kritischer sieht Schultes einen möglichen Ausbau des nordöstlich anschließenden Hohlweges "Am Klausberge": „Der im Mittelalter entstandene Hohlweg ist so eng, dass er keinen Begegnungsverkehr für breite Lastwagen erlaubt. Er wird von Transportern und Klein-Lkw bis etwa fünf Tonnen Gewicht befahren, zulässig sind 3,5 Tonnen.

Vor wenigen Jahren waren es noch 2,8 Tonnen.“ Eine Öffnung der Straße für Lastwagen sei eine Voraussetzung für die Vergabe von Fördermitteln zum Straßenausbau am Nikolausberger Weg. Zwar lehne die Stadt diese Bedingungen bislang ab, die Ratsgruppe befürchtet jedoch, die Straße könne für den den Lkw-Begegnungsverkehr ausgebaut werden. Auch wenn die Beschränkung bis 3,5 Tonnen bei einer Verbreiterung des Hohlwegs bliebe, erklärt Welter Schultes, „werden wir eine massive Verschiebung der Schwerlastverkehrsströme aus Richtung Waake erleben.

Fast alles, was bislang über die Bundesstraßen in die Kernstadt fuhr, würde nun auf dem direkten Weg durch die Oststadt Richtung Innenstadt und Geismar rollen.“ Daher wollen Piraten und „Die Partei“ nun von der Stadt wissen, ob ein Ausbau des östlichen Abschnittes des Nikolausberger Weges bevorsteht und welches Verkehrskonzept den Planungen zugrunde liegt. Das Thema soll auf der nächsten Sitzung des Bauausschusses am Donnerstag, 8. Juni, erörtert werden.