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Göttingen Pläne für Familienzentrum werden konkret
Die Region Göttingen Pläne für Familienzentrum werden konkret
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18:43 15.07.2013
Von Andreas Fuhrmann
Soll das neue Familienzentrum beherbergen: das Gebäude Am Plan 3, in dem sich unter anderem das Jugendzentrum befindet.
Soll das neue Familienzentrum beherbergen: das Gebäude Am Plan 3, in dem sich unter anderem das Jugendzentrum befindet. Quelle: Hinzmann
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Das Haus, in dem sich derzeit das Jugendzentrum befindet, müsste dafür grundlegend umgebaut werden. Alles in allem rechne die Verwaltung mit Kosten von mindestens zwei Millionen Euro, sagt Grahovac. Auch wenn das nur eine erste Schätzung sei: „Das hört sich viel an.“ Es gibt aber gleich mehrere Faktoren, die die Kosten in die Höhe treiben. „Das Gebäude ist stark sanierungsbedürftig“, erklärt Grahovac. Außerdem stehe es unter Denkmalschutz. Und um das Gebäude künftig barrierefrei zu gestalten, müsse auch ein Aufzug gebaut werden.

Übernahme von Zweidrittel der Kosten

Unterstützung könnte vom Programm „Kleinere Städte und Gemeinden“ kommen. Falls der Antrag, der bereits gestellt wurde, positiv ausfalle, rechne die Gemeinde mit der Übernahme von Zweidrittel der Kosten, sagt Grahovac. „Wir müssten dann aber immer noch rund 700 000 Euro wuppen, das ist nicht einfach.“ Entschieden sei aber ohnehin noch nichts – auch wenn man „flott arbeiten“ müsse, „wenn wir 2014 die Zuschüsse bekommen“.

Das Gebäude Am Plan 3 eigne sich sehr gut, sagt Grahovac, da seien sich alle Fraktionen einig. Schließlich liege es zentral im Ort. Das Jugendzentrum werde mit in die neue Einrichtung integriert: „Wir möchten, dass die Jugend mit im Haus bleibt.“ Das sei schließlich die zentrale Idee eines Familienzentrums: alle Generationen unter einem Dach zu vereinen. Dafür müsse man es „pfiffig gestalten“.

Mischung aus Fachberatungsstelle und Mehrgenerationenhaus

Was das Familienzentrum anbieten soll, darüber mache sich derzeit eine Arbeitsgruppe unter Leitung der Frauenbeauftragten Christa Bauer-Schmidt Gedanken, sagt Grahovac. Unterstützt werde das Projekt vom deutschen Kinder- und Jugendinstitut.

Zu möglichen Inhalten hatte Bauer-Schmidt 2012 bereits Angaben im Sozialausschuss gemacht. Demnach soll das Familienzentrum eine Mischung aus Fachberatungsstelle und Mehrgenerationenhaus sein. Zum Angebot könnten gehören: Beratung und Unterstützung von Familien, Tagespflege, Frühförderung, Schwangerschaftsgymnastik, Gesundheitssprechstunde für Ältere, Eltern-Kind-Spielkreise, Nachbarschaftshilfe, Jung trifft Alt, Bücherei, Theater, Beratung von Senioren, Tanztee und Internetcafé für Senioren.