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Göttingen Pläne für Gothaer-Gelände vorgestellt: 80 Anwohner bei Info-Veranstaltung
Die Region Göttingen Pläne für Gothaer-Gelände vorgestellt: 80 Anwohner bei Info-Veranstaltung
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20:14 15.08.2013
Von Michael Brakemeier
„Ehemalige Lüttichkaserne“: Zwischen Geismar Landstraße (unten) und Wörthstraße sollen 180 neue Wohnungen entstehen. Quelle: Meder
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Göttingen

Auf einer Informationsveranstaltung haben Burkhard Uhlig, Leiter des Fachbereiches Planung, Bauordnung und Vermessung der Stadt, und Stadtplaner Michael Linker aus Kassel die Pläne am Mittwoch vor rund 80 Zuhörern vorgestellt.

Danach sollen entlang der Wörthstraße vier große Wohngebäude entstehen. Kleinere zwei- bis dreistöckige Stadthäuser sind weiter westlich davon geplant. Die Häuser entlang der Breslauer Straße sollen aus Lärmschutzgründen in geschlossener Bauweise errichtet werden. Hinzu kommen ein Spielplatz und möglicherweise eine Kita. Die jetzt als Büros genutzten Häuser der Gothaer-Versicherung sollen auch weiterhin als Büro- und Gewerbeflächen genutzt werden. Das, so Uhlig, werde im Bebauungsplan festgeschrieben.

Größter Streitpunkt ist vor allem für die Bewohner in der Straße Am Weißen Steine das geplante Parkhaus, das nötig wird, weil die jetzigen Parkplatzflächen den neuen Häusern weichen müssen. Es soll sich parallel zu der Straße von der Wörthstraße bis zur Geismar Landstraße erstrecken. Die Anwohner fürchten um ihre Wohnqualität. Weitere Befürchtung: Der Verkehr in der Wörthstraße werde durch die neuen Bewohner merklich ansteigen. Anwohner kritisierten zudem die von Linker vorgestellten Pläne zur Bebauung als „uninspierierte Architektur“.

Statt „großer Klötze“ dieses „Worst-Case-Szenarios“ forderten sie eine aufgelockertere Bebauung. Auch die geplanten drei Stockwerke plus ein Dachgeschoss erscheint einigen Anwohnern als zu hoch. Linker machte hingegen deutlich, dass es sich bei den gezeigten Plänen lediglich um Konzepte handele. Die konkrete architektonische Planung erfolge erst auf Grundlage eines von der Politik verabschiedeten Bebauungsplanes. Uhlig sicherte zu, die Anregungen der Anwohner per Protokoll weiterzugeben.

Am 5. September sind die Pläne für das Gelände Thema im Bauausschuss. Im schnellsten Fall, so Uhlig und Linker, könnte die Baugenehmigung für das Neubaugebiet Ende des Jahres vorliegen. Dann könnten ab Mitte des kommenden Jahres die Erschließungsarbeiten beginnen.

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