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Göttingen Plan zur Fusion der VHS Göttingen und Osterode gebilligt
Die Region Göttingen Plan zur Fusion der VHS Göttingen und Osterode gebilligt
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17:44 10.09.2013
Von Gerald Kräft
Göttinger Kreishaus: Kreisvolkshochschulen und städtische Volkshochschule sollen fusionieren. Quelle: Heller
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Göttingen

Zuvor waren Fahrplan, technische Details und Ziele einer Fusion in einer gemeinsamen Beratung beider Ausschüsse vorgestellt worden. Vorgesehen ist unter anderem eine Zusammenführung der Kreisvolkshochschulen (KVHS) der Landkreise Göttingen und Osterode zum 1. Januar 2014 unter Einbeziehung ihrer Musikschulen.

Der sogenannte Betrieb gewerblicher Art innerhalb der Kreisverwaltung soll in eine gemeinnützige GmbH umgewandelt werden. Die Beschäftigungsförderung soll in einer eigenständigen GmbH unter Einschluss des Vereins GAB, der in Duderstadt und Hann. Münden für den Landkreis tätig ist, separat geführt werden.

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Steuerzahlungen zu vermeiden

Dadurch soll erreicht werden, dass der Landkreis weiterhin Qualifizierungsmaßnahmen insbesondere aus dem Hartz-IV-Bereich ohne Ausschreibung an die eigene GmbH vergeben kann. Derzeit stammen rund die Hälfte der KVHS-Einnahmen aus solchen Qualifizierungsangeboten. 

Entscheidend für den Landkreis ist außerdem, dass auch künftig Dividendenzahlungen für die Eon-Mitte-Aktien des Kreises mit Defiziten von Einrichtungen wie den Musikschulen verrechnet werden können, um Steuerzahlungen zu vermeiden. Ein Okay des Finanzamtes für die vorgesehene Konstruktion gibt es noch nicht.

Eine Verschmelzung mit der Volkshochschule Göttingen ist zum 1. Januar 2015 ins Auge gefasst. Zuvor soll die VHS ebenfalls in eine gemeinnützige GmbH der Stadt umgewandelt werden, der derzeitige Trägerverein in einen Förderverein. Das sei ohnehin vorgesehen gewesen, der Verein stimme zu, sagte der Vorsitzende Tom Wedrins.

"Ein richtiger und notwendiger Schritt“

Noch offen ist das Beteiligungsverhältnis von Stadt und Landkreis an einer gemeinsamen GmbH. In der Absichtserklärung wird von einer „Basis zur gleichberechtigten Fusion“ gesprochen. Man könnte Einwohnerzahl, Finanzierung oder Nachfrage als Maßstab nehmen, sagte Landrat Bernhard Reuter (SPD).

Das werde sicherlich noch eine interessante Frage und sei am Ende Verhandlungssache. „Es ist ein richtiger und notwendiger Schritt“, sagte Göttingens Sozialdezernentin Dagmar Schlapeit-Beck. Eine Fusion bedeute Kompetenz- und Ressourcengewinn. Kleinstaaterei mache keinen Sinn. Derzeit gehen die Hörerzahlen und die Einnahmen zurück, insbesondere bei der KVHS.