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Göttingen Unpolitische Jugend oder Politik ohne Jugend? – Podiumsdiskussion mit Larissa Freudenberger und anderen
Die Region Göttingen Unpolitische Jugend oder Politik ohne Jugend? – Podiumsdiskussion mit Larissa Freudenberger und anderen
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19:30 29.11.2019
Larissa Freudenberger, Juso-Vorsitzende des Unterbezirks Göttingen. Quelle: R
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Göttingen

Das Landesbüro Niedersachsen der Friedrich-Ebert-Stiftung organisiert am Montag, 2. Dezember, eine Podiumsdiskussion zum Thema „Unpolitische Jugend oder Politik ohne Jugend?“ Eine der Teilnehmenden ist Larissa Freudenberger, Juso-Vorsitzende des Unterbezirks Göttingen. Das Tageblatt hat mit ihr im Vorfeld über das politische Engagement von jungen Menschen und das Ziel der Veranstaltung gesprochen.

Trotz Bewegungen wie Fridays for Future und March for Our Lives – junge Menschen müssen sich immer wieder den Vorwurf gefallen lassen, sie seien deutlich unpolitischer als vorangegangene Generationen. Sind Jugendliche heute wirklich weniger politisiert oder engagieren sie sich einfach anders?

Ich denke, es war schon immer so, dass sich Jugendliche anhören mussten, dass sie nicht politisch sind und sich nicht für gesellschaftlich relevante Themen einsetzen. Aus heutiger Perspektive kann ich sagen: Das stimmt so absolut nicht. Die Demonstrationen gegen die Uploadfilter oder Fridays for Future sind nur einige der vielen Beispiele und sie zeigen: Diese Jugend ist engagiert und interessiert. Viele Debatten verlagern sich natürlich in die Sozialen Medien und werden daher nicht so gut wahrgenommen im öffentlichen Diskurs, aber sie sind da. Ein wichtiger Aspekt, der meiner Meinung nach immer bei dem Schrei, die Jugend sei so uninteressiert, vergessen wird, ist, dass wir natürlich auch etwas dafür tun müssen, damit sich junge Menschen einbringen und engagieren. Demokratie muss man lernen und das am besten vom Kindergarten an. Kinder und Jugendliche müssen sehen und merken: Wir dürfen uns einbringen und mitbestimmen. Deshalb finde ich auch ein Wahlalter ab 16 für alle Wahlen so wichtig.

Was ist das Ziel der Veranstaltung?

Mein persönliches Ziel ist es, über dieses wichtige Thema zu reden und zu zeigen: Wir beschäftigen uns damit und wollen etwas verändern. Am besten kommen wir dann ins Gespräch mit interessierten Jugendlichen, die ihre Sicht der Dinge darstellen.

Wer ist die Zielgruppe der Podiumsdiskussion und mit wie vielen Teilnehmern rechnen Sie?

Ich hoffe, dass viele junge Leute kommen und mitdiskutieren, je mehr desto besser.

Ist es notwendig, dass sich junge Menschen auch künftig in Parteien engagieren, und wenn ja, wie kann das gelingen?

Das ist absolut notwendig, denn Parteien sind noch immer, und werden es vermutlich auch bleiben, wichtige politische Akteure in unserer Demokratie. Damit das auch so bleibt, muss aber endlich ein Umdenken einsetzen. Die Parteien müssen attraktiver für junge Leute werden. Dazu gehören beispielsweise digitale Teilhabe-, und Diskussionsmöglichkeiten. Aber auch die Organisation und generelle Strukturen müssen überdacht werden und an die Gegebenheiten für junge Leute angepasst werden. Und als ein weiterer, aber sehr wesentlicher Aspekt: Junge Leute müssen gefördert und nach vorn gestellt werden. Wir brauchen mehr junge Menschen in Parlamenten auf allen Ebenen und an Spitzenpositionen der Parteien. Die Parteien müssen zeigen, dass sie ein Abbild der Gesellschaft sind und dazu gehören natürlich auch jüngere Menschen.

Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr im Zentralen Hörsaalgebäude, Raum 005, Platz der Göttinger Sieben 5.

Von Nora Garben

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