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Göttingen Politik für Bürgerbeteiligung an Windanlagen
Die Region Göttingen Politik für Bürgerbeteiligung an Windanlagen
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18:41 15.09.2011
Von Gerald Kräft
Windräder zwischen Imbsen und Güntersen: Samtgemeindepolitiker wollen Bürgeranteile an neuen Anlagen. Quelle: Pförtner
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Dransfeld

Eine Abstimmung wurde allerdings aufgeschoben, um noch zu prüfen, wie diese Absicht durchgesetzt werden kann.

Eine Bürgerbeteiligung bei der Planung sei bereits in einem Grundsatzbeschluss des Rates zum Klimaschutz festgeschrieben worden, sagte CDU-Fraktionschef Manfred Menke. Ausschließlich auf Bürgerwindanlagen im engeren Sinn zu bestehen, sei aber nicht sinnvoll. Dann sei kein Windradbau mehr möglich. Für ein Megawatt Leistung müsse eine Million Euro investiert werden. Auch große Konzerne seien bereits in der Samtgemeinde mit Grundeigentümern im Gespräch, sagte SPD-Fraktionschef Mathias Eilers. Die raren Flächen dürften nicht nur in die Hand von Großkonzernen kommen. Zumindest ein Bürgerbeteiligungsmodell müsse von den Investoren verlangt werden. „Wir wollen zumindest ein politische Signal im Rat, wie wir uns die Energiewende vorstellen“, erklärte Ernst Achilles-Wengel (Grüne). Auch die Energieproduktion sollte möglichst in der Region belassen werden, so Walter Koch (FWG).

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In der Samtgemeinde Dransfeld wie auch in anderen Gemeinden gibt es mittlerweile zahlreiche Anfragen von Unternehmen, Investoren und Planungsbüros, die Standorte für moderne Windräder mit 130 Meter Nabenhöhe suchen. Interesse haben unter anderem Vattenfall, Eon, aber auch die Stadtwerke Göttingen, Kassel und Münden. In der Samtgemeinde gibt es bislang nur ein ausgewiesenes Gebiet für Windräder nördlich von Dransfeld. Die Samtgemeinde will ihr Gebiet für mögliche weitere Standorte untersuchen lassen. Im Herbst soll eine Bürgerinformationsveranstaltung stattfinden.