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Göttingen Politiker fordern Tempo 30 auf Ortsdurchfahrt
Die Region Göttingen Politiker fordern Tempo 30 auf Ortsdurchfahrt
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17:29 15.03.2012
Von Andreas Fuhrmann
Gefährliche Dorfstraße: Der Ortsrat fordert Tempo 30, weil hier viele Autofahrer rasen und es noch nicht einmal einen richtigen Gehweg gibt.
Gefährliche Dorfstraße: Der Ortsrat fordert Tempo 30, weil hier viele Autofahrer rasen und es noch nicht einmal einen richtigen Gehweg gibt. Quelle: Vetter
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Klein Wiershausen

Ein Antrag wurde bereits Ende vergangenen Jahres gestellt. Seitdem habe man nichts mehr gehört, sagte Ortsbürgermeister Volker Radisch (SPD) während der jüngsten Ortsratssitzung.

Dabei dränge die Zeit, ergänzte Stephan Aswald (Grüne). Schließlich gebe es entlang der Straße, über die pro Tag rund 800 Fahrzeuge rollen,  noch nicht einmal einen richtigen Gehweg. Das sei gefährlich, vor allem für Schulkinder, die die an der Dorfstraße liegende Bushaltestelle benutzen müssen. Er forderte die Gemeindeverwaltung auf, beim Landkreis Göttingen – die Dorfstraße ist eine Kreisstraße – noch einmal nachzuhaken.

Bekannter Antrag

Gegenüber dem Tageblatt teilte Landkreissprecher Marcel Riethig unterdessen mit, dass der Antrag des Ortsrates Klein Wiershausen „hier bekannt“ sei. „Eine erste Ortsbesichtigung durch Mitarbeiter der Straßenverkehrsbehörde hat bereits stattgefunden.“ Mit der Gemeinde Rosdorf sei ferner vereinbart worden, dass der Sachverhalt bei der nächsten Verkehrsbesichtigung behandelt werde. Diese werde voraussichtlich Anfang Juli stattfinden, sagte Riethig. Es nähmen Vertreter der Polizei, der Gemeinde Rosdorf, des Landkreises Göttingen, weiterer Behörden und üblicherweise der Ortsbürgermeister teil. „Dieses Gremium entscheidet nach Inaugenscheinnahme und nach abgewogener Beurteilung der örtlichen Situation, welche verkehrlichen Maßnahmen angeordnet werden“, erklärte Riethig.

Dass es an der Dorfstraße keinen Gehweg gibt, sei im Übrigen nicht alleinig ausschlaggebend dafür, ob dort Tempo 30 eingerichtet werden kann, so Riethig. „Grundsätzlich ist eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 Kilometer pro Stunde auf klassifizierten Straßen wie der Kreisstraße 34 zunächst einmal nicht möglich.“ Ob sie ausnahmsweise angeordnet werden könne, hänge zum Beispiel von den Sicht-, Größen- und Abstandsverhältnissen und auch von den Verkehrszahlen ab und werde im Einzelfall geprüft. „Dass keine Gehwege vorhanden sind, wird bei einer solchen Prüfung aber berücksichtigt“, sagte Riethig.

An den Plänen, die Ortsdurchfahrt Klein Wiershausen zu erneuern, werde ferner weiterhin festgehalten, sagte der Landkreissprecher. Die K 34 sei im Mehrjahresprogramm für den Kreisstraßenausbau bislang für 2014 vorgesehen. Planung und anschließende Planfeststellung müssten noch erfolgen. „Eine Aussage, ob eine etwaige Tempo-30-Regelung nach einem Ausbau zurückgenommen wird, ist deshalb zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich“, sagte Riethig.