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00:22 27.01.2019
Am Stand der Verkehrswacht erläutert Rüdiger Iben dem Besucher Claus Nestvogel die Bedeutung eines guten Reaktionsvermögens.
Am Stand der Verkehrswacht erläutert Rüdiger Iben dem Besucher Claus Nestvogel die Bedeutung eines guten Reaktionsvermögens. Quelle: Markus Hartwig
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Offiziell eröffnet wurde die Präventionsaktion am Donnerstagnachmittag mit einem Vortrag zum Thema Mobilität mit E-Bikes. Dass es bei dem Auftritt der Polizei im Kauf Park nicht allein um Mobilität geht, zeigte sich gleich danach: Verkehrssicherheitsberater Jörg Arnecke und Einbruchsvorsorgeberater Marko Otte gaben Tipps, wie man es Einbrechern so schwer wie möglich machen kann.

Nach einem Kurzauftritt der Jazzcombo des Polizeiorchesters Niedersachsen aus Hannover eröffneten Polizeipräsident Uwe Lührig und der städtische Ordnungsdezernent Christian Schmelz die Aktionstage der Polizei offiziell. Lührig erklärte, an der Präventionsarbeit der Göttinger Polizei seien viele Netzwerkpartner beteiligt. Besonderes Augenmerk gelte derzeit der Sicherheit bei der Nutzung digitaler Medien und dem Schutz der Bürger vor „falschen“ Polizeibeamten, die über betrügerische Telefonanrufe vorwiegend ältere Bürger um ihr Geld bringen möchten.

Verkehrshelfer geehrt

Durch das nachfolgende Bühnenprogramm führten Inspektionsleiter Thomas Rath und Verkehrssicherheitsberater Arnecke. Das Bühnenprogramm am Donnerstag endete mit Ehrungen: Um die 60 Göttinger ehrenamtliche Verkehrshelfer der Wilhelm-Henneberg-Schule, der Grundschule Am Sonnenberg und des Theodor-Heuss-Gymnasiums - Schülerlotsen und Elternhelfer – wurden für ihre Arbeit für die Schulwegsicherheit ausgezeichnet.

Noch bis zum Sonnabend dreht sich im Einkaufszentrum alles um Prävention. „Wir freuen uns, dass wir im ,Kauf Park’ zu Gast sind und sind gespannt auf interessante Gespräche“, sagte Hauptkommissar Arnecke. An seinem Informationsstand geht es unter anderem um E-Bikes und Sicherheit im Straßenverkehr. Auch können hier Fahrräder registriert werden.

Zum Präventionsteam der Polizeiinspektion gehört auch Oberkommissarin Michaela Burchardt. Sie und ihre Kollegen wurden in den vergangenen Tagen vor allem mit einem Thema konfrontiert: Trickanrufe falscher Polizeibeamter. „Das ist das Thema der Stunde“, sagt Burchardt. „Im Stadtgebiet ist das ein großes Thema.“

Niemals von der 110

Bisher seien die Trickbetrüger zwar leer ausgegangen, also noch „zu keinem finanziellen Erfolg gekommen“. Aber Vorsicht sei geboten, zumal zum Teil mit der Nummernkennung des Notrufs Kontakt aufgenommen wurde. Burchardt: „Die Polizei würde niemals von der 110 aus anrufen.“ Im Fall der Fälle sollte der Angerufene auf keine Forderung eingehen und das Gespräch beenden.

Bis Sonnabend informieren täglich zehn Beamte im „Kauf Park“ über geeignete vorbeugende Maßnahmen. Um Einbruchsschutz geht es am Stand von Marko Otte, der darüber am vergangenen Montag in der NDR-Fernsehsendung „Mein Nachmittag“ referiert hat. „Es geht um Einbruch und miese Maschen“, erklärt Arnecke.

Der sogenannte PPS-Wagen („Police-Pilot-System“) führt im Straßenverkehr Geschwindigkeits- und Abstandsmessungen durch. Er ist im „Kauf Park“ genauso zu besichtigen wie ein Polizeimotorrad. Und es steht ein Alkohol-Fahrsimulator bereit: In einem Smart kann ganz ohne echten Alkohol simuliert werden, wie das Fahrvermögen unter Alkoholeinfluss beeinträchtigt wird.

Kriminalität im Netz

Ein wichtiges Thema ist aktuell Cybermobbing und -crime – Kriminalität im Internet. „Wie ist man hier sicher unterwegs?“- das ist laut Burchardt eine der Fragen, die im „Kauf Park“ beantwortet werden. Schließlich betreibt die Polizei auch noch Nachwuchswerbung, und am Donnerstag und Freitag wird Eintopf aus der mobilen Einsatzküche der Polizei ausgeschenkt – am Freitag gibt es Erbsensuppe.

Bei der Präventionsaktion im „Kauf Park“ präsentieren sich auch sogenannte Netzwerkpartner der Polizei wie die Verkehrswacht Göttingen oder der Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr. „Wir wollen die Menschen für Gefahren sensibilisieren“, sagte Arnecke.

Zu allen Themen können sich Interessierte von Experten der Polizei und weiteren Netzwerkpartnern am Freitag und am Sonnabend persönlich, in aller Ruhe und professionell beraten lassen, erklärt die Polizei. Unter anderem können Termine für den Alkohol-Fahrsimulator vereinbart werden.

Von Matthias Heinzel und Eduard Warda

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