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Die Region Göttingen Polizei Göttingen berät: Wie gehe ich mit Hate Speech um?
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11:45 11.02.2020
Wie gehe ich mit Hate Speech im Internet um? Die Polizei Göttingen gibt Tipps. (Symbolbild)
Wie gehe ich mit Hate Speech im Internet um? Die Polizei Göttingen gibt Tipps. (Symbolbild) Quelle: picture alliance / ZB
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Göttingen

Wie reagiert man auf Hasskommentare im Internet? Zum Safer Internet Day am Dienstag, 11. Februar, berät das Präventionsteam der Polizei Göttingen zum Thema Hate Speech.

Viele Menschen in der Region nutzen täglich das Internet. In der vermeintlichen Sicherheit des nur scheinbar anonymen Netzes lassen sich manche dazu verleiten, andere zu beleidigen oder anzugreifen. Hate speech bedeutet auf Deutsch „Hassrede“ und meint die Abwertung in sozialen Netzwerken von Personen, die einer vermeintlich bestimmten Gruppe angehören. Zu den häufigsten Formen gehören nach Angaben der Polizei Fremdenfeindlichkeit und Rassismus, Antisemitismus, Homophobie, Sexismus und Hass oder Diskriminierung gegen politisch Aktive.

Hate Speech ist strafbar

Die Polizei weist darauf hin, dass Hate Speech – egal ob online oder offline – potenziell strafbar ist. Sie könne Tatbestände des Strafgesetzbuches (StGB) wie Beleidigung, Volksverhetzung, Nötigung oder Bedrohung erfüllen. Das bundesweite Phänomen komme auch vereinzelt in der Region der Polizeiinspektion Göttingen vor – die Tendenz sei steigend.

Erfährt die Polizei von einer Straftat, werden Ermittlungen aufgenommen – das gelte auch für das vermeintlich anonyme Internet. Die Prävention setzt hier nach Angaben der Polizei bereits früh an und thematisiert Gefahren im Internet, speziell in sozialen Netzwerken bei Vorträgen und Projekten an Schulen. „Neben dem Aufzeigen von rechtlichen Konsequenzen ist ein wesentlicher Bestandteil der sogenannte Opferschutz, wie man sich im konkreten Fall verhalten soll und was auch andere Beteiligte tun können“, teilt die Polizei mit.

Das rät die Polizei

Im Falle von Hate Speech rät die Polizei: Nicht tolerieren und ignorieren, sich respektvoll aber bestimmt zur Wehr setzen, nicht nur als Betroffener, auch als Zeuge. Betroffene sollten den Störer blockieren und dem Netzwerkbetreiber melden. Sie sollten zudem Anzeige bei der Polizei erstatten und Beweise sichern, etwa durch einen Screenshot und durch das Speichern von Chat-Unterhaltungen.

Die Polizeiliche Kriminalprävention bietet auf ihrer Internetseite Informationen zum Thema Hate Speech, Hilfe für Opfer und gibt Ratschläge, was jeder einzelne gegen Hass im Netz machen kann. Die Nutzer finden zudem Links und Medienempfehlungen.

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