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Göttingen Polizei rollt ungelöste Fälle neu auf
Die Region Göttingen Polizei rollt ungelöste Fälle neu auf
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14:49 01.04.2019
Symbolfoto Quelle: R
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Göttingen

Als „Cold Cases“ betrachten die Ermittler vor allem ungeklärte Tötungsdelikte und Vermisstenfälle, bei denen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem Gewaltverbrechen auszugehen ist. Obwohl die Polizei eine sehr hohe Aufklärungsquote in diesem Bereich erreiche, könne nicht in jedem Fall ein Tatnachweis erbracht werden, heißt es aus der Göttinger Direktion. Diese Taten unterliegen allerdings nicht der Verjährung und die polizeilichen Ermittlungen ruhen lediglich in solchen Fällen.

Insbesondere durch Fortschritte in der Forensik und der Kriminaltechnik kann es gelingen, die Täter dieser „Straftaten gegen das Leben“, wie sie in der Sprache der Ermittler heißen, nachträglich zu überführen. Die neue achtköpfige Ermittlungsgruppe wird sich mit Fällen aus dem gesamten Bereich der Polizeidirektion Göttingen befassen. Die Anzahl der „Cold Cases“, die zeitlich zwischen 1968 und 2016 liegen, bewege sich im mittleren zweistelligen Bereich.

Langjährige Ermittlungen

Vier Ermittler der neuen Soko arbeiten von Göttingen aus und sind für den Süden des Landes zuständig. Sie werden im ersten Schritt sämtliche Informationen zu jedem „Cold Case“ zusammentragen. Es folgt die Analyse und Bewertung der vorhandenen Daten und bisherigen Ermittlungsansätze. „Erst dann kommt in Abstimmung mit der jeweiligen Staatsanwaltschaft eine Wiederaufnahme des Verfahrens in Betracht“, erklärt die PD.

Wenn die Ermittlungen wieder aufgenommen werden, können sie sich über mehrere Jahre hinziehen. Ob dann am Ende immer ein Täter überführt werden könne, sei nicht in jedem Fall garantiert. „Es stellt aber das alles überragende Ermittlungsziel dar“, so die ehrgeizige Absichtserklärung der PD.

Bereits 2018 hat die Polizei Niedersachsen eine landeseinheitliche Konzeption zur strukturierten Aufarbeitung von „Cold Cases“ entwickelt. In zahlreichen Dienststellen im Norden haben die Ermittler ihre Arbeit bereits aufgenommen.

Von Markus Scharf

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