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Göttingen Polizei findet Patronenhülsen zum Mord in Reiffenhausen
Die Region Göttingen Polizei findet Patronenhülsen zum Mord in Reiffenhausen
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21:18 18.02.2015
Von Jürgen Gückel
25 Beamte von Bereitschaftspolizei und Mordkommission suchen in Tatortnähe Acker, Wiesen und Wegränder ab.
25 Beamte von Bereitschaftspolizei und Mordkommission suchen in Tatortnähe Acker, Wiesen und Wegränder ab. Quelle: Hinzmann
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Reiffenhausen/Reckershausen

Sie stammen mutmaßlich aus der noch verschwundenen Tatwaffe. Damit ist klar, dass der Tatort in der Nähe zum späteren Fundort der Leiche Danies S.s liegt.

Der Mittwoch begann für die 20-köpfige Mordkommission und ihre Helfer mit dem Verteilen von Flugblättern. Darauf fragen die Ermittler, wer an Montag, 2. Februar oder am Tag danach das blaue Elektrofahrrad des Opfers in Reckershausen gesehen und Personen an dem Fahrzeug beobachtet hat. Außerdem soll sich mit der Mordkommission in Verbindung setzen, wer am Tattag in der Feldmark um die Klippmühle am Schleierbach Personen oder Fahrzeuge beobachtet hat.
Die Flugblätter mit den Verbindungsdaten (Telefon 05 51/ 4 91 31 21) der Mordkommission wurden sowohl in Reiffenhausen, dem Wohnort des Opfers, als auch in Reckershausen, wo dessen Fahrrad gefunden wurde, an alle Haushalte verteilt.
Bei der Absuche der Umgebung des Leichen-Fundortes waren auch Beamte der Bereitschaftspolizei-Hundertschaft im Einsatz. Aus Braunschweig kamen von der technischen Einsatzabteilung Metalldetektoren. Damit wurden der Weg parallel zum Schleierbach und ein Acker zwischen diesem und der Autobahn abgesucht. Der Einsatz der bis zu den Knöcheln in feuchter Erde watenden Beamten zahlte sich aus: Mehrere Patronenhülsen wurden gefunden, was die Moko davon überzeugt, dass Daniel S. in diesem Bereich ermordet wurde, ehe seine Leiche an den Rand des Schleierbaches gezerrt wurde. Die Schüsse fielen also abseits des späteren Fundortes, der bereits in den vergangenen Tagen gründlich abgesucht worden war.

Moko-Mitglied Andreas H. wirft in Reiffenhausen Flyer ein.

Unterdessen tobt in sozialen Netzwerken die Diskussion um den schrecklichen Mord. Der Redaktion wurde unter anderem von der Schwester des mutmaßlichen Täters mitgeteilt, dass dieser nach wie vor ein Paar mit der Schwester des Getöteten sei. Aktuelle Facebook-Fotos beweisen das. Offenbar sollte der Familie vorgegaukelt werden, dass man sich getrennt habe.