Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Populismus kein Thema für die VHS
Die Region Göttingen Populismus kein Thema für die VHS
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:14 21.12.2016
Von Markus Scharf
Anzeige
Göttingen

"Wir müssen uns jetzt den landes- und bundespolitischen Themen mit der gleichen Intensität zuwenden, wie wir das bisher mit den kommunalpolitischen getan haben", forderte Christoph Lehmann als alter und mit 35 Stimmen wiedergewählter Stadtverbandsvorsitzender mit Blick auf die bevorstehenden Wahlen. Ein solches Thema müsse die Auseinadersetzung mit populistischen Parteien sein, hieß es in dem Antrag.

Die zweistelligen Wahlerfolge zahlreicher populistischer Parteien in ganz Europa seien beunruhigend. Die Forderung: Man möge sich in Stadtrat und Kreistag sowie im VHS-Aufsichtsrat dafür einsetzen, ein Kursangebot mit den Themenschwerpunkten Rechts- und Linkspopulismus zu schaffen.

Der Antrag ginge prinziell in die richtige Richtung. Allerdings müsse das Thema früher, also bereits an der Schule, behandelt werden, kommentierte Juso-Mitglied Aljoscha Dalkner. Zudem ließe sich über die Gleichsetzung von Rechts- und Linkspopulismus ausführlich diskutieren. So könne er den Antrag nicht unterstützen. Auch Maria Zimmermann bezweifelte, ob die VHS der richtige Ort für dieses Anliegen sei. Aus eigener Erfahrung könne sie sagen, dass politische Kurse in der Regel nicht zu den stark frequentierten gehören. Sie sehe hier eher die Parteien in der Pflicht.

Dem schloss sich Klaus Wettig an. Die Auseinandersetzung mit rechten und rechtspopulistischen Parteien müsse in den politischen Gremien geführt werden. Hier sei in der Vergangenheit häufig nicht entschieden genug argumentiert worden. "Wir brauchen an der Stelle die Bereitschaft zur harten politischen Auseinandersetzung." Der Antrag wurde zur weiteren Bearbeitung an den neugewählten Stadtverbandsvorstand überwiesen.