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Göttingen Möbelmarkt an der A 7: Baustart 2020?
Die Region Göttingen Möbelmarkt an der A 7: Baustart 2020?
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19:41 12.03.2019
Entwurf des neuen Porta-Möbelmarkts vor den Toren von Göttingen. Quelle: r
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Göttingen

„Alle Beteiligten arbeiten fleißig an dem Vorgang“, hieß es in dieser Woche in einer Mitteilung des Grundstückseigentümers, der Kurth GmbH. Die Pläne seien nach wie vor aktuell. Und das bedeutet, dass auf dem Grundstück Göttingen-Talsgraben an der B 3 vor dem Ortseingang von Groß Ellershausen ein Porta-Möbelmarkt mit einer Verkaufsfläche von 25 000 Quadratmetern gebaut werden soll. Nach Angaben der Firma Kurth plant die Porta-Gruppe, für ihren künftigen Markt in Göttingen mindestens 130 neue Mitarbeiter einzustellen.

In Kürze erfolgt die Behördenbeteiligung mit anschließender Ausarbeitung eines Entwurfs. Anschließend geht das Verfahren ein erstes Mal in die Ortsräte, den Bauausschuss und den Rat. Nach der vierwöchigen öffentlichen Auslegung folgt mit dem Satzungsbeschluss die dritte Phase. Auch hier werden alle politischen Gremien beteiligt sein. Bei Kurth geht man davon aus, „dass das Verfahren zum Ende des Jahres abgeschlossen sein sollte“.

„Konstruktive Begleitung“

Die Stadtverwaltung bestätigt, dass Bebauungs- und Flächennutzungsplan bereits in Vorbereitung seien oder bereits laufen. „Die Bauverwaltung begleitet die Ansiedlung konstruktiv“, so der knappe Kommentar aus dem Neuen Rathaus. Aber auch hier rechnet man mit einem Baubeginn im kommenden Jahr. Damit könnte der langwierige und viel diskutierte Prozess um einen weiteren Möbelmarkt in Göttingen vielleicht doch noch beendet werden.

Der Versuch, ein großformatiges Möbelhaus in Göttingen anzusiedeln, hat eine lange Vorgeschichte. Aber spätestens seit 2015 die Ansiedlung eines XXXL-Markts in Kombination mit Poco im Gespräch war, wurde die Diskussion in der gesamten Region mit großer Leidenschaft geführt. Hatten sich zumindest die ortsansässigen politischen Gremien zunächst noch einstimmig für eine Möbelmarkt-Ansiedlung auf der Fläche im Westen Göttingens ausgesprochen, mehrten sich im Laufe der Zeit die kritischen Stimmen.

Kritische Stimmen aus der Region

Und die kamen nicht nur aus Göttingen, sondern auch aus der Region. So gaben Möbelhändler aus Witzenhausen, Northeim, Gieboldehausen, Bad Sachsa und Göttingen eine gutachterliche Stellungnahme in Auftrag, um das von der Stadt Göttingen beauftragte GMA-Gutachten zu entkräften. Dieses hatte nämlich die Verträglichkeit des Großprojekts mit dem bestehenden Angebot bescheinigt, dabei aber, so das Ergebnis des Gutachters, „Erhebungsfehler“ gemacht und daher auf falscher Datengrundlage gearbeitet.

Am 18. Mai 2017 beschloss der Göttinger Rat schließlich eine Beschränkung der Verkaufsfläche auf 25 000 Quadratmetern – zu wenig für XXXL. Der Vorvertrag mit der österreichischen Möbelkette, die zeitgleich immer wieder für negative Schlagzeilen sorgte, wurde zum Ende des Jahres unwirksam. Zwei Monate später präsentierte Kurth die Porta-Gruppe als nächsten Interessenten. Diese verpflichtete sich sogleich, die für diese Baufläche eigens aufgeweichten Beschränkungen bezüglich der Randsortimente zu akzeptieren.

Die Kritik ließ auch hier wieder nicht lange auf sich warten. Während die Porta-Pläne bei einer Mehrheit der Fraktionen des Rates zunächst wieder auf Zustimmung stießen, meldeten sich Pro City und die umliegenden Möbelhändler zu Wort. Bis zum Baustart werden alle Argumente wohl noch einige Male zu hören sein.

Von Markus Scharf

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