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Göttingen Positive Bilanz im Groner Verteilzentrum: Freiwillige haben 7000 Masken genäht
Die Region Göttingen Positive Bilanz im Groner Verteilzentrum: Freiwillige haben 7000 Masken genäht
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10:00 16.05.2020
Sechs verschiedene Masken, die in der Öffentlichkeit zum Schutz gegen die Ausbreitung des Coronavirus getragen werden. Quelle: -/dpa
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Göttingen

Das im Zuge der Corona-Pandemie gegründete Verteilzentrum in Göttingen-Grone zieht eine positive Bilanz: Auf einen Aufruf der Stadtverwaltung haben Freiwillige bislang rund 7000 Mund-Nasen-Bedeckungen genäht und dort abgegeben.

Mit den gespendeten Masken wurden zahlreiche Einrichtungen wie Kindertagesstätten, der Förderverein der Straßensozialarbeit, die Beschäftigungsförderung Göttingen oder soziale Einrichtungen wie Flüchtlingsunterkünfte ausgestattet. Weitere Einrichtungen wie Altenheime werden im nächsten Schritt noch versorgt.

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Broistedt schier überwältigt

„Mein ganzer Dank gilt all jenen, die sich hier engagiert und fleißig für ihre Mitmenschen eingesetzt haben“, betont Petra Broistedt, Sozialdezernentin und Leiterin des Stabs für außergewöhnliche Ereignisse der Stadt Göttingen. Von der hohen Zahl gespendeter Masken sei sie schier überwältigt; alle Erwartungen seien weit übertroffen worden. „In der Krise halten die Menschen in Göttingen zusammen.“ Das sei eine schöne Erfahrung, die noch einmal unterstreiche, dass die Pandemie nur gemeinsam überwunden werden könne.

Im Verteilzentrum wurden außerdem sogenannte Notfall-Pakete gepackt: Menschen, die sich aufgrund der geltenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens nicht selbst mit Lebensmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs versorgen konnten und keine anderweitige Unterstützung hatten, konnten diese Pakete gegen einen Kostenbeitrag bestellen.

Insgesamt 34 Pakete ausgeliefert

Beworben wurde die Aktion mit Flyern, die im gesamten Stadtgebiet verteilt waren. Insgesamt wurden 34 Pakete ausgeliefert. Ein aktueller Bedarf sei derzeit nicht zu erkennen. „Mit den Notfallpaketen konnten wir in dieser schwierigen Zeit Menschen helfen, die ansonsten keine Unterstützung hatten“, sagt Petra Broistedt und resümiert: „Insgesamt war die Nachfrage nach den Paketen gering. Das ist ein gutes Zeichen, denn es zeigt, dass sich die allermeisten Göttingerinnen und Göttinger auf ein stabiles, soziales Netzwerk verlassen können.“

Inzwischen sei der Bedarf an einem gesonderten Verteilzentrum auch aufgrund der erfolgten Lockerungen erwartungsgemäß gesunken. Die Aufgaben werden daher ab Montag, 18. Mai, vom Spendenzentrum in Grone übernommen.

Sozialdezernentin Petra Broistedt trägt ebenfalls farbenfrohe Masken. Quelle: Christina Hinzmann

Masken werden bis 1. Juni angenommen

Selbstgenähte Mund-Nasen-Bedeckungen können dort noch bis zum 1. Juni jeweils montags und donnerstags in der Zeit von 9 bis 12 Uhr abgegeben werden. Das Spendenzentrum befindet sich in der Robert-Bosch-Breite 1 in Göttingen und ist telefonisch unter 05 51 / 400 36 54 erreichbar.

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Von Lea Lang