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Göttingen Präventionsprojekt: Arbeit für Jungen und gegen Hells Angels
Die Region Göttingen Präventionsprojekt: Arbeit für Jungen und gegen Hells Angels
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18:51 13.06.2013
Von Jörn Barke
Kutte eines Mitglieds: Den Hells Angels soll die Rekrutierung von Jugendlichen erschwert werden.
Kutte eines Mitglieds: Den Hells Angels soll die Rekrutierung von Jugendlichen erschwert werden. Quelle: Heller
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Adelebsen.

Beantragt hatte ein solches Projekt die Koalition aus SPD und Grünen. Ziel ist, den Jugendlichen Angebote zu machen, die sie in ihrer Identitätsfindung stärken, ohne dass diese auf „überkommen Männlichkeitsbilder“ zurückgreifen, die um Gewalt und Gefolgschaft kreisten. Im Rahmen des Projekts sollen männliche Honorarkräfte gezielte Angebote für Jungen machen, da im Kinder- und Jugendbüro der Gemeinde derzeit nur Frauen arbeiten.

Angebote für Jungen notwendig

Die Erziehungs- und Bildungsarbeit für Kinder liege bislang fast ausschließlich in weiblichen Händen, begründete Andrea Ströbele (Grüne) den Antrag. Spezifische Angebote für Jungen seien notwendig, sonst würden am Ende die Hells Angels die Jungen anwerben.

Rahmenkonzept erstellt

Das Kinder- und Jugendbüro hat bereits ein Rahmenkonzept für die Arbeit mit Jungen erstellt. Es bestehe ein Bedarf an männlichen Leitbildern, die den Jungen durch verlässliche und regelmäßige Begleitung den Weg zu einem authentischen Männerbild eröffnen könnten, heißt es in dem Konzept. Die Präsenz der Hells Angels mache mittlerweile ein alternatives Freizeitangebot unabdingbar: „als Prävention und zum Schutz der Jungen vor kriminellen Gruppierungen jeglicher Ausrichtung“.

Der Rat hat das Präventionsprojekt einstimmig auf den Weg gebracht. Die Finanzierung in diesem Jahr ist durch Einsparungen durch die Erkrankung einer Mitarbeiterin möglich. In den Haushaltsberatungen für 2014 soll dann über die Weiterführung des Projektes entschieden werden.