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Göttingen Private Ein- und Ausblicke: Tag der Architektur in Göttingen
Die Region Göttingen Private Ein- und Ausblicke: Tag der Architektur in Göttingen
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17:37 30.06.2013
Von Britta Eichner-Ramm
Am Rischen in Geismar: Niedrigenergiehaus mit Dachterrasse.
Am Rischen in Geismar: Niedrigenergiehaus mit Dachterrasse. Quelle: Heller
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Weende / Geismar

Beim Tag der Architektur ihr privates Refugium wildfremden Menschen zur Besichtigung zugänglich zu machen, versteht Bauherrin Carola Berghofer als Anerkennung für die Arbeit ihrer Architektin. Was Irmgart Kösters vom Bovender K2-Architekturbüro in der Springstraße in Weende geschaffen hat, ist tatsächlich etwas Besonderes.

Hinter dem bestehenden Altbau an der Straße, in dem die Bauherrin lange Jahre lebte, sollte ein kleiner, flacher Neubau entstehen. Dabei sollte möglichst viel vom wunderschönen große Garten erhalten bleiben.

Entstanden ist auf dem nur 725 Quadratmeter großen  Grundstück ein ebenerdiger Bau mit – einem Zugeständnis an die Vorgaben des Bebauungsplans – kleinem Satteldach. Ein „Deal“ mit der Stadtverwaltung habe es unter anderem ermöglicht, dass nicht zweigeschossig gebaut werden musste.

Mancher zeigt sich erstaunt

Bei den Besuchern in dem durch große Fensterfronten und dreieckigen Oberlichtern unter dem Dach sehr hellen Haus, kam vor allem die Nähe und der Blick zum Garten besonders gut an.

Und mancher zeigte sich erstaunt darüber, dass sich auf relativ kleiner Grundstücksfläche etwa 100 Quadratmeter Wohnfläche verbergen. „Diese Raumqualität und Großzügigkeit durch die Lichtverhältnisse“, sagen etwa Dieter und Edda Reichenbach aus Bovenden, „das ist ganz toll“.

Großes Interesse vor allem an den Energiewerten und der ausgeklügelten Haustechnik – „mein Mann ist sehr technikbegeistert“, verrät Gastgeberin Marion Wolter – sowie der Elektroinstallation im sogenannten Bussystem zeigten die Gäste im Haus von Familie Wolter in Geismar.

„Interessant, aber ein wenig verbaut“

Als eines von drei Niedrigenergiehäusern wurde es in der Straße Am Rischen von Architekt Tilman Fuchs entworfen. Die derzeit geltende Energieeinsparverordnung werde um etwa 15 Prozent unterschritten, sagte Fuchs.

Das zweistöckige Gebäude in Massivbauweise mit aufgesetztem Staffelgeschoss und Dachterrasse bietet 162 Quadratmeter Wohn- und 250 Quadratmeter Nutzfläche. Die Grundrisse der drei Häuser sei weitgehend der selbe, erfuhren die Besucher.

Familie Wolter wünschte sich jedoch im Gegensatz zu ihren Nachbarn einen Keller. „Interessant, aber ein wenig verbaut“, lautete der Kommentar eines Paares nach der Besichtigung.