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Göttingen Pro City fordert: „Mehr Parkplätze innerhalb des Walls“
Die Region Göttingen Pro City fordert: „Mehr Parkplätze innerhalb des Walls“
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16:27 29.08.2019
Sommerempfang Pro City: Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler begrüßt die Gäste. Quelle: bib
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Göttingen

Rund 200 Gäste haben am Mittwochabend den Sommerempfang von Pro City gefeiert. Im Innenhof der St.-Albani-Kirchengemeinde drehten sich Grußworte und Gespräche vor allem um ein Thema: den Verkehr in der Innenstadt. „Der Bedarf an Parkplätzen ist hoch – das Angebot nicht ausreichend”, sagte Vereinsvorsitzende Susanne Heller.

Die drei Frauen von Pro City: Vorsitzende Susanne Heller (links), Geschäftsführerin Frederike Breyer (rechts) und Mitarbeiterin Petra Schilling. Quelle: bib

Pro-City Vorsitzende Heller und Geschäftsführerin Frederike Breyer begrüßten die Gäste bei Sommerwetter im idyllischen Innenhof. „Ein ganz besonderer Ort”, so Heller. Als Interessensvertretung der Göttinger Innenstadt – sie nannte beispielhaft Händler, Gastronomen und Freiberufler – wolle Pro City die Interessen der City stärken. „Wir machen einen rasanten Wandel durch und stehen im Wettbewerb mit dem Internet”, so Heller. Auch deshalb forderte sie „mehr Parkplätze innerhalb des Walls”.

Innenstadt soll für alle erreichbar sein

Angesichts neuer Entwicklungen, wie den Bau des Kunstquartiers Kuqua, des Forums Wissen und der neuen Diakonie werde der Bedarf an Parkplätzen steigen. Sie kritisierte die Pläne von SPD und Grünen, Parkplätze im Bereich Theaterstraße und Stadthalle abzubauen und den Verkehrsfluss radikal zu ändern, scharf. „Das gräbt der Innenstadt das Wasser ab”, sagte die Geschäftsfrau. Sie setze sich dafür ein, dass alle, auch Besucher aus dem Landkreis und der weiteren Umgebung, die Innenstadt „bequem und kostengünstig” erreichen können. Gern wolle Pro City an alternativen Mobilitätskonzepten mitarbeiten. Bis es so weit ist, dürfe man nicht „den zweiten Schritt vor dem ersten machen”.

200 Gäste im Hof von St. Albani

Heller mahnte aber auch an, dass zu viele Autos durch die Fußgängerzone fahre. „Es ist wichtig, dass die Regeln eingehalten werden”, sagte sie. Deshalb begrüße Pro City, dass ein Pollerkonzept in der City umgesetzt werden soll. Dennoch: „Wir brauchen zusätzliche Parkplätze, beispielsweise am Groner Tor, eine Tiefgarage unter dem Albaniplatz und ein Parkleitsystem”, so Heller.

Suche nach Ausweichquartier für Wochenmarkt

„Der Raum in der Innenstadt ist begrenzt”, sagte Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD). Die Diskussion darüber, wie er genutzt werde, müsse geführt werden. „Ich glaube daran, dass wir einen Konsens finden”, sagte der SPD-Mann. Er nannte Pro City „die Stimme der Innenstadt”. Für die Poller-Lösung, die er im vergangenen Jahr während des Sommerempfangs erstmals auf die Tagesordnung brachte, werde gerade ein passendes System gesucht. „Ich ärgere mich auch darüber, dass Paketboten die Fußgängerzone um 13 Uhr als Parkplatz nutzen”, so Köhler. Auch er sprach sich dafür aus, das bestehende „Regelwerk” besser durchzusetzen. Aber auch über die Verkehrsdiskussion hinaus tute sich einiges in der Innenstadt. Er nannte beispielsweise den geplanten Umbau des Wochenmarktplatzes. Für dieses „spannende Innenstadtevent” suche man übergangsweise einen Ersatz-Platz. „Der hinter mir ist mir zu weit”, sagte er mit dem Albaniplatz im Rücken. Für das Sparkassenareal am Markt benötige man keine Veränderungssperre. Die soll im nächsten Bauausschuss diskutiert werden. „Die ist überflüssig”, sagte er.

Sommerempfang Pro City: Pastor Martin Hauschild (Mitte) führt durch seine Kirche. Quelle: bib

Köhler und Heller dankten auch der scheidenden Universitätspräsidentin Ulrike Beisiegel. Sie habe sich, so Heller, für „viele prominente Leuchttürme” wie das „Forum Wissen” und die „Nacht des Wissens” eingesetzt und die Universität in Richtung Stadt und Land geöffnet. Bevor Martin Hauschild, Pastor an St. Albani, Gäste durch seine Kirche führte, erinnerte Köhler noch daran, wahrzunehmen, wie viel Gutes in ihrer Stadt zu finden ist. Köhler: „Diese Stadt ist besser, als wir sie manchmal machen.”

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