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Göttingen Pro und contra Israel: zwei Kundgebungen geplant
Die Region Göttingen Pro und contra Israel: zwei Kundgebungen geplant
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14:17 20.12.2017
2014 kommt es beim Aufeinandertreffen von pro- und ati-israelischen Kundgebungen zu Auseinandersetzungen. Quelle: Eichner-Ramm
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Göttingen

Jachad, das Göttinger Bündnis gegen Antisemitismus und Antizionismus, ruft für Sonnabend, 23. Dezember, ab 13.30 Uhr zu einer Solidaritätskundgebung mit Israel auf. „Wir wollen nicht tatenlos dabei zusehen wie Israel öffentlich dämonisiert und jüdisches Leben in Deutschland durch offenen Hass verunmöglicht wird“, heißt es in dem Aufruf. Seit Jahren seien Demonstrationen gegen Israel „ein beliebtes Forum um offen antisemitische Parolen zu äußern und Hass gegen Juden zu schüren“. Unterstützt wird Jachad durch Association Progrès, den Fachschaftsrat Sozialwissenschaften an der Uni und die Hochschulgruppe der Deutsch-Israelischen-Gesellschaft.

Jachad reagiert mit der geplanten Kundgebung nach eigenen Angaben auf einen Aufruf von Mitgliedern der palästinensischen Gemeinde in Göttingen zu einer antiisraelischen Kundgebung – ebenfalls am Sonnabend um 13.30 Uhr.

Seit Trumps Ankündigung der Botschaftsverlegung hat es in mehreren deutschen Städten antiisraelische Demonstrationen gegeben „nd mit ihnen einher gingen neue Wellen antisemitischer Gewalt“, heißt es in dem Aufruf von Jachad. „Wir wollen nicht tatenlos dabei zusehen wie Israel öffentlich dämonisiert und jüdisches Leben in Deutschland durch offenen Hass verunmöglicht wird.“

Offen ist nach Auskunft von Polizeisprecher Christian Janzen derzeit noch, wo die Kundgebungen abgehalten werden. Bei der Stadtverwaltung liegen bisher zwei Versammlungsanzeigen vor. Für die „Kundgebung zur Unterstützung von Israel“ an der Weender Straße Ecke Barfüßer Straße haben die Veranstalter 50 Teilnehmer angemeldet. Die „Mahnwache für Palästina“ mit 50 bis 70 Personen ist für die Weender Straße Höhe Sparkasse angemeldet. „Die vorgesehenen Orte kommen aus Sicht der Sicherheitsbehörden nicht in Frage. Wir führen deshalb Kooperationsgespräche mit dem Ziel, die Versammlungsorte in unproblematische Bereiche zu verlegen“, erläutert Verwaltungssprecher Detlef Johannson

2014 kam es im Juli bei einem Aufeinandertreffen von pro- und anti-israelischen Kundgebungen in der Göttinger Innenstadt zu gewalttätigen Auseinandersetzungen.

Die Polizei in Göttingen wies im Nachgang der Demo den Vorwurf zurück, nicht ausreichend vorbereitet gewesen zu sein, zurück. Nach den Auseinandersetzungen hatte die Polizei mehrere Ermittlungsverfahren eingeleitet, unter anderem wegen Volksverhetzung, Landfriedensbruches und Beleidigung. Außerdem wurde das Verbrennen einer Israel-Fahne strafrechtlich geprüft. Eine Woche später gab es bei Kundgebungen gegen den Krieg im Gaza-Streifen Zusammenstöße zwischen Pro-Palästinenser- und Pro-Israel-Demonstranten. Die Polizei war besser vorbereitet und hielt die Parteien auseinander.

Von Michael Brakemeier

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