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Göttingen Erlebnisgarten auf dem Wochenmarktplatz
Die Region Göttingen Erlebnisgarten auf dem Wochenmarktplatz
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00:29 29.04.2018
Initiatoren des Living Lab (v.l.): Anne Moldenhauer (Geschäftsleitung KAZ), Susanne Köwing (Projektleitung KAZ), Wolfgang Engelhardt (Diva Lounge), Tobias Sosinka (Geschäftsführer JT) und Nico Dietrich (Intendant JT). Quelle: Christoph Mischke
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Göttingen

„Living Lab“ heißt das Projekt, das Vertreter von JT und KAZ gemeinsam mit dort ansässigen Gastronomen, Geschäftsbetreibern sowie den Wochenmarktbeschickern initiiert haben. Betreiber und Anwohner werden den Platz mit Grünflächen, zusätzlichen Bäumen, Rollrasen und Gartenpavillon in ein lebendes Labor in Form eines Gartens verwandeln. „Mit einem umfangreichen Rahmenprogramm begrünen wir unseren Platz und machen ihn zum schönsten der Stadt Göttingen“, verspricht JT-Geschäftsführer Tobias Sosinka, der auch die Idee zu dieser Großaktion hatte. Gerade jetzt, im Vorfeld der Generalsanierung des Otfried-Müller-Hauses und der geplanten Umgestaltung des Wochenmarktplatzes in den Jahren 2019/20 wollen die Initiatoren als Ideen- und Impulsgeber fungieren.

Satisfaction unplugged

Nach dem Wochenmarkt, in den Abendstunden des Sonnabends werde ein Nachtmarkt eingerichtet, so Sosinka, der von einigen Wochenmarktbeschickern gestaltet und ein niedrigpreisiges kulinarisches Angebot bereithalten werde. Das gelte auch für den daraus entstehenden Sonntagsmarkt. Hier können die Besucher mit Frischem vom Wochenmarkt oder selbst mitgebrachten Speisen frühstücken oder picknicken. Im Garten-Café vom Francis Drake und in der Garten-Bar von der Diva-Lounge lässt sich das bunte Treiben sicher vortrefflich beobachten. Und da gibt es einiges zu sehen und zu hören. Stepptanz, Latin Groove, Salsa zum Mittanzen, Tango, Hoopdance und vieles mehr. Unter anderem wird das JT-Ensemble „Balkonszenen“ aus verschiedenen Inszenierungen spielen. Fred Kerkmann wird mit dem Ensemble ausgewählte Stücke aus den musikalischen Produktionen „Tausendmal berührt“ und Satisfaction“ in Unplugged-Versionen zu Gehör bringen. Es gelte eine Gartenkultur zu schaffen, sagt Sosinka, die von den leisen, ruhigen Tönen lebt: „Wir möchten kein lautes Krachfest veranstalten.

Kommen und mitmachen

So verteilen sich die kurzen Szenen, musikalischen Beiträge, Lesungen, Tanzvorführungen und Vorträge über jeweils den ganzen Tag. Nicht nur zum Zuschauen, auch zum Mitmachen laden die Veranstalter ein: beim öffentlichen Yoga, Qi Gong, beim Urban Gardening oder bei der Straßenmalerei. Anne Moldenhauer von der Geschäftsleitung des KAZ und Tobias Sosinka werden mit interessierten Besuchern einen Rundgang durch das „Living Lab“ unternehmen und dabei die Intention, Entstehung und Hintergründe der Aktion erläutern. Auf dem Grünen Sofa wird es am Sonntag einen Vortrag zu Otfried Müller sowie einen Mittagstalk mit einer Expertenrunde zum Thema Stadtbegrünung geben. Anmelden müsse sich niemand, erklären die Veranstalter: „einfach kommen, genießen und mitmachen.“

Aufenthaltsqualität statt Rumpelecken

„In der Vorbereitung der Veranstaltung habe man frühzeitig zu allen Anrainern sowie der Stadt Göttingen Kontakt aufgenommen, mehrere Workshops gestaltet und zahlreiche Gespräche geführt, um die Prozesse abzustimmen. „Dabei haben wir häufig bereits offene Türen eingerannt“, sagt Moldenhauer, „denn im Grunde wollen alle dasselbe – statt Rumpelecken und Konfliktzonen durch die Vielfachnutzung einen schön gestalteten Platz mit hoher Aufenthaltsqualität.“ Die Planungsbüros, die sich jetzt für die Umgestaltung des Wochenmarktplatzes bei der Stadt bewerben, hätten ihr Kommen zu der Veranstaltung bereits zugesagt, um die Impulse aus dem „Living Lab“ aufzunehmen.

www.junges-theater.de/content/

www.kaz-goettingen.de/

www.goettinger-tageblatt.de/Die-Region/Goettingen/Umbau-des-Otfried-Mueller-Hauses

Von Christoph Mischke

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