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Göttingen Projekt „LoLA“ jetzt auch in Göttingen
Die Region Göttingen Projekt „LoLA“ jetzt auch in Göttingen
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16:37 30.06.2016
Rund 25 Menschen kamen am Donnerstag zur Eröffnungsfeier. Quelle: Heller
Göttingen

„LoLA“ steht für „Lokales Netzwerk Lernen und Arbeiten“. In Kassel gibt es „LoLA“  bereits seit 2006, in Hann. Münden seit 2014. Das Projekt, das im Auftrag des Jobcenters entstand, unterstützt Menschen unter 25 Jahren, die nicht über die für eine Ausbildung erforderlichen Qualifikationen und Kenntnisse verfügen. „Wir wollen die Menschen wieder an den Arbeitsmarkt heranführen“, erklärte Gabriele Koslowski, Geschäftsführerin der Kasseler Outlaw-Gesellschaft. „Wir möchten sie motivieren. Durch unser Projekt sehen sie, was man im Leben alles so machen kann“, sagte Koslowski.

Rund 25 Menschen kamen am Donnerstag zur Eröffnungsfeier. Darunter waren auch mehrere Vertreter der Göttinger Kooperationspartner des Projekts und drei Teilnehmer. Bislang nehmen acht junge Erwachsene am Projekt teil.

„Es geht darum, jungen Menschen vor allen Dingen eine Struktur vorzugeben“, erzählte Anne Müller, pädagogische Leitung von Outlaw Kassel. „Die jungen Menschen, die zu uns kommen, haben ihre Tagesstruktur verloren“, so Müller. „Unsere Schützlinge sind meistens in Problemlagen. Sie haben Schulden, Drogenprobleme oder die Probleme sind in ihrem familiären oder sozialen Umfeld zu finden“, schilderte sie. „Wir wollen sie auf dem Weg aus diesen Problemen heraus begleiten und ihnen neue berufliche Perspektiven eröffnen“, erklärte die pädagogische Leiterin.

Das Projekt bietet seinen Teilnehmern außer Deutsch-und Mathematik-Kursen auch praktische Tätigkeiten wie handwerkliches Arbeiten. Zusätzlich gibt es Sportangebote und gemeinsame Ausflüge. „Das ist die erste Maßnahme, die ich wirklich durchziehe und, die mir auch Spaß macht“, lobte Pembe Develioglu, Teilnehmerin an „LoLA“, das Projekt. „Die Mitarbeiter helfen mir immer, wenn ich sie brauche“, fügte die 21-Jährige hinzu. Auch der 23 Jahre alte Patrick Hollenbach nimmt am Projekt teil: „Mir gefällt es sehr gut, weil man die richtige Unterstützung bekommt.“ Es sei schön, „dass auch auf die Ziele der Teilnehmenden so stark eingegangen wird“, meinte der 23-Jährige.

Die Outlaw-Gesellschaft bietet jungen Müttern ab 1. September in Göttingen auch ein Coaching-Projekt namens „TeilZeit“ an. Dabei werden die Frauen auf ihrer Suche nach einem Teilzeit-Ausbildungsplatz unterstützt. Danach werden sie zu Beginn ihrer Ausbildung sozialpädagogisch begleitet.

Von Alisa Altrock