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Göttingen Protest gegen „Grünes Band“
Die Region Göttingen Protest gegen „Grünes Band“
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09:20 24.02.2016
Von Matthias Heinzel
Mit Karte des Grünen Bandes: Achim Hübner (links) und Hubert Kellner.
Mit Karte des Grünen Bandes: Achim Hübner (links) und Hubert Kellner. Quelle: Hinzmann
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Göttingen

m Dienstag wurden die mehr als 100 Unterschriften an eine Reihe von Institutionen weitergeleitet. Kopien erhielten unter anderem das Bundesumweltministerium, das Bundeslandwirtschaftsministerium, die entsprechenden Ministerien des Landes Niedersachsen, das Bundesamt für Naturschutz die Landräte Bernhard Reuter (SPD, Göttingen) und Werner Henning (CDU, Eichsfeld), das thüringische Landwirtschaftsministerium und die Heinz-Sielmann-Stiftung, die das Projekt neben anderen Institutionen betreut.

Entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze sollen durch das Naturschutzprojekt große Landschaftsteile unter Schutz gestellt werden. Nach heftigen Protesten ist die dafür vorgesehene Fläche zwar von 31000 Hektar auf 8600 reduziert worden, die Initiatoren der Unterschriftenaktion um den Landvolk-Vorsitzenden Hubert Kellner und Geschäftsführer Achim Hübner fordern dennoch „einen sofortigen Stopp des Naturschutzgroßprojektes“.

Dazu haben sie die „Breitenberger Erklärung“ verfasst, die jetzt von mehr als 100 Grundeigentümern und den Feldmarksinteressentenschaften, den Jagd- und den Forstgenossenschaften mit ihren Unterschriften getragen wird.

Darin erklären sich die Unterzeichner zu einem „freiwilligen und finanziell abgesicherten Vertragsnaturschutz“ bereit. Die Landwirte wollten allerdings „weiterhin auf den Flächen wirtschaften“. Bereits 2013 hätten sich mit Bezug auf eine Teilfläche 75 Prozent der privaten Eigentümer „klar gegen das Projekt ausgesprochen“, betonen Kellner und Hübner.

Kritisch sehen die beiden Landvolk-Vertreter hingegen die Rolle des Landes, das die Flächen in seinem Besitz nutze, um gegen diese Eigentümer das Projekt durchzudrücken. Andererseits unterstützen diese einen Naturschutz direkt am ehemaligen Kolonnenweg und einen freiwilligen Naturschutz mit Einzelmaßnahmen, nicht aber weiträumig auf beiden Seiten der ehemaligen Grenze.