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Göttingen Protestaktion mit Kettensägen
Die Region Göttingen Protestaktion mit Kettensägen
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00:17 25.05.2016
Von Ulrich Schubert
Aktion in der Göttinger Innenstadt als Protest gegen die Abholzung von Regenwäldern.
Aktion in der Göttinger Innenstadt als Protest gegen die Abholzung von Regenwäldern. Quelle: CHH
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Göttingen

Mit bewegenden Worten schilderten der Seeburger Umweltschützer Ludwig Pape, der Göttinger Dezernent Siegfried Lieske (Grüne), Ulrich Delius von der Gesellschaft für bedrohte Völker und Mansers Schwester Monika Niederberger das Leben des Forschers und Menschenrechtsaktivisten Bruno Manser, der sich auch mit ungewöhnlichen Aktionen für die Urvölker in Borneo und Malaysia eingesetzt hat - und gegen die Abholzung ihres Lebensraumes. Manser verschwand vor 16 Jahren spurlos im malayischen Regenwald. Die Aktion in Göttingen sei ein Appell an die Industrieländer, den seit 30 Jahren andauernden Widerstand der Regenwaldvölker zu unterstützen, sagte Delius. Und dieser Kampf sei auch das Vermächtnis Mansers, ergänzte Lieske. Ein Kampf, der in den Regenwäldern ebenso weiter geführt werde müsse wie in Göttingen. Als erste Stadt in Deutschland habe Göttingen 1988 im Rat beschlossen, kein Tropenholz mehr zu verwenden. Dennoch habe die Verwaltung seitdem mehrmals Tropenholz eingesetzt - „das ist peinlich“. Auch das soll die am Sonntag montierte Manser-Plakette an einer Bank in der Fußgängerzone verhindern - eine Bank, garantiert ohne Tropenholz.

Umweltschützer protestieren auf dem Göttinger Gänseliesel gegen die Abholzung von Regenwäldern.