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Göttingen Prozess gegen mutmaßliche Bandenmitglieder
Die Region Göttingen Prozess gegen mutmaßliche Bandenmitglieder
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14:06 25.05.2017
Quelle: dpa (Symbolbild)
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Göttingen

Die Staatsanwaltschaft wirft den aus Bosnien stammenden Angeklagten vor, zwischen Oktober 2014 und Juli 2015 gemeinsam mit weiteren Bandenmitgliedern in Göttingen und an mehreren anderen Orten in Niedersachsen komplette Lkw-Ladungen mit Metall und anderen hochwertigen Waren sowie diverse Lastwagen, Sattelauflieger und Sattelzugmaschienen entwendet zu haben.

Unter anderem hätten sie dabei  Aluminium im Wert von insgesamt rund 100000 Euro sowie Bekleidung im Wert von knapp 80000 Euro erbeutet. Außerdem sollen die in Untersuchungshaft sitzenden Angeklagten von einem Betriebsgelände in Sittensen Edelstahldraht in Rollen mit einem Gesamtwert von 180000 Euro entwendet haben.

25 Tonnen Aluminium

Die Angeklagten und ihre gesondert verfolgten Mitglieder seien mit „enormer krimineller Energie vorgegangen“, sagte die Staatsanwältin. Die professionell agierenden Bandenmitglieder sollen zunächst ausgekundschaftet haben, wo es „etwas zu holen“ gab. Dann hätten sie sich unter anderem in Hildesheim und Braunschweig getroffen und abgesprochen, wie sie den Diebstahl und den Abtransport der Ladung organisieren wollten. Ziel sei es gewesen, die gestohlene Ladung gewinnbringend zu verkaufen.

Ein Tatort war das Gelände am Güterverkehrszentrum in Göttingen. Hier sollen die Angeklagten gemeinsam mit weiteren Mittätern einen mit 25 Tonnen Aluminium beladenen Sattelauflieger entwendet haben. Laut Anklage betrug der Wert der Ladung 95000 Euro, der Wert des Sattelaufliegers 27000 Euro. Der Sattelauflieger wurde zwei Wochen später in Herne sichergestellt.

Im Juni 2015 soll der 26-jährige Angeklagte einen zuvor in Hildesheim entwendeten Lkw, der mit mehreren Tonnen Aluminium im Wert von 11000 Euro beladen war, von Hannover in Richtung nach Nordrhein-Westfalen gefahren haben. Die anderen Bandenmitglieder sollen den Transport abgesichert haben, indem sie als Begleitkonvoi vorneweg beziehungsweise hinterher fuhren.

LKW in Burgdorf gestohlen

Im Juli 2015 sollen die beiden Angeklagten gemeinsam mit anderen Bandenmitgliedern einen mit Bekleidung im Wert von 77000 Euro beladenen Sattelauflieger entwendet haben, der in einem Göttinger Gewerbegebiet geparkt war. Laut Anklage koppelten sie den Auflieger an einen Sattelzug, der zuvor von einer Firma in Burgdorf gestohlen worden war, und fuhren dann mit der gestohlenen Ladung  in Richtung Süden.

Außerdem sollen sie zwei Sattelzugmaschinen und einen Auflieger entwendet haben, um größere Mengen Metall von einer Firma in Sittensen stehlen zu können. Dort sollen sie dann auf dem ausspionierten Betriebsgelände ein Tor aufgebrochen und insgesamt 65 Tonnen Edelstahldraht im Wert von 180000 Euro entwendet haben. Der Prozess wird Anfang Juni fortgesetzt.

Von Heidi Niemann